Ärzte hoffen auf Schumachers Kondition
Michael Schumacher galt zu seinen Formel-1-Zeiten als überaus fitter Athlet. Nach der Karriere hat er das Training nur wenig reduziert.
Schumacher gilt als Fitness-Freak. Auf seine gute Kondition hoffen auch die Ärzte.
Vier bis sechs Stunden Training am Tag waren für Michael Schumacher viele Jahre nichts Ungewöhnliches. Dass Schumacher sein außergewöhnliches Sportlerleben lang hart trainierte, könnte ihm beim Kampf ums Überleben auf der Intensivstation der Uniklinik von Grenoble helfen.
"Ein 70-Jähriger steckt so einen Unfall weniger weg als einer mit 45 Jahren. Oder ein Mann mit 45 Jahren, der weniger sportlich und in perfekter Kondition ist wie Michael Schumacher", sagte Professor Gerard Saillant, seit vielen Jahren ein Wegbegleiter des siebenfachen Weltmeisters, dessen Gesundheitszustand sich leicht verbessert hat. Die Lebensgefahr ist aber noch nicht gebannt.
Erst im November 2013 hatte Schumacher in einem RTL-Interview betont, dass er nicht viel weniger Sport treibe als zu seiner aktiven Zeit. "Ich mache allerdings die Dinge, die mir Spaß machen", erklärte er. Seine spezielle Nackenmaschine lasse er weg.
"Michael hat mehr als jeder andere die Stärke, das durchzustehen", schrieb Ex-Weltmeister Jenson Button von McLaren, selbst einer, der als leidenschaftlicher Triathlet mit bemerkenswerten Bestleistungen topfit ist. Schon immer war für Schumacher klar: "Es ist ja offensichtlich, dass für jeden Sportler Physis und Gesundheit extrem wichtig sind." Nur wenn in diesem Bereich alles okay sei, "kann man seine Leistung voll bringen", hatte er einmal betont.
Eine gut ausgebildete und starke Muskulatur ist die beste Prophylaxe gegen Verletzungen bei den Formel-1-Piloten. Wie ein Korsett sollen die Muskeln vor allem den Halswirbelbereich stützen. Und die Piloten sind auch absolut austrainierte Athleten. Nur sieht man es ihnen meist nicht an; mit Helm auf dem Kopf und feuerfestem Rennoverall über dem durchtrainierten Körper.
Kommentare