Bolt ließ in seiner Lieblingsdisziplin über 200 m nichts anbrennen.

© APA/EPA/SRDJAN SUKI

Leichtathletik
08/27/2015

Bolt schlägt Gatlin auch über 200 Meter

Der Jamaikaner sichert sich in überlegener Manier zum vierten Mal in Folge den Titel über seine Lieblingsdistanz.

Usain Bolt hat nach seinem Triumph über 100 Meter auch die 200 Meter bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften gewonnen. Der Jamaikaner setzte sich am Donnerstag in Peking in der Weltjahresbestzeit von 19,55 Sekunden gegen seinen US-Rivalen Justin Gatlin (19,74) und Anaso Jobodwana (19,87/Südafrika) durch.

Damit eroberte Bolt bereits das zehnte WM-Gold seiner einzigartigen Karriere. Der Weltrekordler hatte schon am Sonntag über die 100 Meter Gatlin knapp bezwungen. Bolt hat seit 2007 kein 200-Meter-Rennen mehr verloren.

Für den Ausnahmeathleten war es das fünfte Sprint-Double nach 2008 und 2012 bei Olympischen Spielen und 2009 und 2013 bei Weltmeisterschaften. In Peking hat er auch noch die Chance auf sein fünftes Triple, tritt er doch auch noch mit der Staffel an. Seit 2008 patzte Bolt bei Sommerspielen oder Welttitelkämpfen einzig 2011 in Daegu einmal, als er im 100-m-Finale mit Fehlstart ausschied.

Neunter WM-Titel für Felix

Die US-Amerikanerin Allyson Felix gewann in der Jahresweltbestzeit von 49,26 Sekunden Gold über 400 m und holte damit bereits ihren neunten WM-Titel. Felix setzte sich vor Shaunae Miller aus Bahamas (49,67) und der Jamaikanerin Shericka Jackson (49,99) durch.

Merritt im 110-m-Hürdenfinale

Der US-Amerikaner Aries Merritt sprintete als Sieger seines Halbfinales mit persönlicher Saisonbestleistung von 13,08 Sekunden in das Finale über 110 m Hürden. Der Weltrekordler und London-Olympiasieger leidet an einer genetisch bedingten Nierenerkrankung und muss sich am 1. September einer Transplantation unterziehen.

Merritt verzeichnete die schnellste Zeit aller 24 Halbfinalisten, im Finale am Freitag kämpft er um eine Medaille. Am Dienstag soll er in einem Spital in Arizona eine Niere seiner Schwester erhalten. Die Nierenfunktion beim mittlerweile 30-jährigen liegt nur noch nur 20 Prozent, weshalb die Operation umumgänglich ist.

Aus für Semenya

Die frühere Weltmeisterin Caster Semenya schied hingegen über 800 m aus. Semenya kam in ihrem Rennen nach 2:03,18 Minuten als abgeschlagene Letzte ins Ziel.

Die Südafrikanerin hatte bei der WM 2009 in Berlin mit großem Vorsprung den Titel gewonnen, war aber danach wegen Zweifeln an ihrem Geschlecht mit einem Startverbot belegt worden.

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