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Winheims Tagebuch
03/16/2020

Jugend im Fokus: Sportlicher Silberstreif in der Corona-Krise

Die österreichischen Nachwuchsathleten wollen nach der Zwangspause zuschlagen. Die Chancen dafür stehen gut.

von Wolfgang Winheim

So sehr Corona den professionellen Sport um seine Existenz bangen lässt – die unfreiwillige Wettkampfpause kann genutzt werden, um österreichischen Nachwuchs in den Fokus zu rücken; um einen sportlichen Silberstreif am rot-weiß-roten Horizont zu orten; um aufzuzeigen, dass die Jugend international konkurrenzfähig ist.

Beispiel Fußball:

Die ÖFB-Auswahl der Unter-19-Jährigen hätte in dieser Woche in Wales als die (hinter Titelverteidiger Portugal) Ranglisten-Nummer 2 unter 55 UEFA-Mitgliedsländern gegen Serbien, Deutschland und Wales in der Eliterunde um die endgültige EM-Teilnahme spielen sollen. Hätte. Dabei versicherten die Waliser Gastgeber dem U-19-Teamchef Rupert Marko noch in der Vorwoche bei seiner Inspektion vor Ort in Cardiff, dass das Turnier gespielt werde. Wenn auch (wegen vom Regen kaputter Grasfelder) auf Kunstrasen. Mittlerweile wird es eine wahre Kunst sein, für die Eliterunde in Wales und die Europameisterschaft in Nordirland überhaupt noch einen Termin zu finden.

Fußball U19-EM Österreich - Deutschland

Beispiel Schwimmen:

Vom Untergang der Athleten kann keine Rede sein, wie zwischenzeitlich die europäische Saisonbestenliste zeigt: 2. Marlene Kahler (800 Meter Kraul), 3. Christoph Rothbauer (200 Meter Brust), 3. Xaver Gschwentner (200 Meter Delfin), 4. Caroline Pilhatsch (50 Meter Rücken). So hoffnungsvolle Zeiten, die auch der Verdienst des erfahrenen ungarischen Südstadt-Trainers Balasz Fehervari sein dürften, hat es seit der Ära RoganPodoprigoraJukic nicht mehr gegeben. Dabei würde die Junioren-Vizeweltmeisterin Lena Grabowski aus dem Burgenland überhaupt erst nach überstandener Grippe im April in die Olympiasaison einsteigen.

Beispiel Ski alpin:

Die Vorarlbergerin Magdalena Egger räumte bei der Junioren-WM im hohen norwegischen Norden, in Narvik, dominant ab – drei Mal Gold. Das hatte nicht einmal Anna Veith, sondern zum letzten Mal vor 22 Jahren Benjamin Raich geschafft.

So wie die tüchtigen österreichischen Juniorenkicker, die es eher mit Willen und Taktik als mit überirdischem Talent zu Europas temporärer Nummer 2 gebracht haben, ist Skihoffnung Magdalena Egger Jahrgang 2001. Und so wie Fußballauswahlcoach Marko (1988 dreifacher Länderspieltorschütze gegen Ungarn) warnt auch ÖSV-Nachwuchskoordinator Christian Greber (2001 Weltcup-Abfahrtssieger im steilen wie berüchtigten Bormio) vor zu hochgeschraubten Erwartungen. Denn:

Der Übergang vom Junioren- zum Erwachsenensport werde unterschätzt. Er verlauft gerade in Österreich auffallend oft auffallend zäh.

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