© EPA/Anders Bjuro

Sport
03/10/2021

Historische Chance: St. Pölten kämpft um die CL-Sensation

Der SKN verteidigt im Achtelfinale daheim in der NV-Arena gegen Rosengård ein 2:2 aus dem Hinspiel.

von Alexander Strecha

Sie sind sich der historischen Dimension durchaus bewusst. Die Frauen des SKN St. Pölten können am Mittwoch (20.30 Uhr/live auf ORF Sport+) das Viertelfinale der Champions League erreichen. Sie haben gegen das favorisierte Team von Rosengård aus Malmö ein 2:2 aus dem Hinspiel zu verteidigen. Schwerstarbeit wartet.

Das erste große Ziel haben die Niederösterreicherinnen mit dem Unentschieden erreicht, da der Aufstieg im Rückspiel ein machbares Unternehmen ist. Trainerin Maria Wolf hadert nicht mehr mit dem späten Ausgleich, den man in Schweden noch kassiert hat.

„Wir haben uns dabei zwar nicht geschickt angestellt, aber wenn man bedenkt, wie viele große Chancen Rosengård in der zweiten Hälfte hatte, geht das 2:2 schon in Ordnung.“

FC Rosengard vs SKN St. Poelten

Die 39-Jährige wertet das Ergebnis als Erfolg. „Wir haben um die Stärke Rosengårds gewusst, vor allem in der zweiten Hälfte haben sie auch gezeigt, was sie wirklich drauf haben.“

Dass den St. Pöltnerinnen in Malmö eine handfeste Überraschung gelungen war, merkte man an den Reaktionen der Schwedinnen. „Sie waren nach dem Schlusspfiff stinksauer“, weiß Wolf aus Beobachtungen zu berichten.

FC Rosengard vs SKN St. Poelten

Mehr Mut

Auf die Niederösterreicherinnen warten anstrengende und vielleicht nervenaufreibende 90 Minuten, vielleicht sogar 120. Wolf und ihr Trainerteam haben die Taktik schon ausgearbeitet, mit der der große Wurf gelingen soll.

„Wir werden es ähnlich anlegen wie im Hinspiel.“ Nur die Defensivarbeit muss verbessert werden, da man dem Gegner letztlich viel zu viele gute Torchancen gewährte. Der Druck darf nicht zu groß werden. „Und gleichzeitig müssen wir immer wieder viel Druck auf die Ballführende des Gegners ausüben.“

Man möchte Rosengård zu Fehlern zwingen, wie es in der ersten Hälfte des Hinspiels gelang. SKN-Sportchefin Liese Brancao ergänzt: „So ein Ergebnis ein zweites Mal mit Glück zu schaffen, das wird wahrscheinlich nicht möglich sein. Wir müssen mit mehr Mut spielen, bei unseren Sachen bleiben. Eventuell schaffen wir es“, sagt die Brasilianerin, die die SKN-Frauen als Außenseiterinnen sieht.

Kleiner Vorteil

Ein Vorteil könnte der Untergrund sein, auf dem gespielt wird. Rosengård ist im eigenen Stadion ausschließlich Kunstrasen gewohnt, diesmal steigt das Duell auf natürlichem Grün. Maria Wolf: „Vielleicht ist das ein kleiner Vorteil für uns, wer weiß.“

Rosengård ist Zehnter im UEFA-Klubranking, St. Pölten liegt aktuell auf Rang 25. Alles andere als ein Aufstieg von Schwedens Frauen-Rekordmeister um Teamkapitänin Caroline Seger wäre eine Überraschung.

In die Runde der besten acht des höchsten europäischen Klubbewerbs hat es aus österreichischer Sicht nur Neulengbach 2014 geschafft.

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