Sport | Fußball
06.06.2017

WM 2022: AFC beobachtet Katar-Krise genau

Die aktuelle diplomatische Krise zwischen Katar und seinen Nachbarn lässt auch die Fußball-Welt nicht kalt.

Asiens Fußball-Kontinentalverband (AFC) ist nach den diplomatischen Spannungen zwischen dem Emirat Katar und seinen Nachbarländern alarmiert. "Wir beobachten die Situation sehr genau", erklärte AFC-Generalsekretär Windsor John am Dienstag gegenüber Reuters. Im Land des WM-Gastgebers von 2022 tragen immerhin mehrere Nationalteams der Region ihre Länderspiele aus.

So sind bereits Mannschaften aus Iran, Libanon, Syrien, Irak und Jemen in der Vergangenheit in Doha angetreten, da in ihren Heimatländern aufgrund von diplomatischen Problemen oder internen Konflikten nicht gespielt werden konnte. Vor dem WM-Qualifikationsspiel zwischen Katar und Südkorea in Doha in der kommenden Woche (13. Juni) werde die AFC noch Kontakt mit Katars Verband suchen. "Im Moment wissen wir alles nur aus den Medien", sagte John.

Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain hatten am Montag ihre diplomatischen Verbindungen zu Katar abgebrochen und alle Verkehrsverbindungen nach Katar gesperrt. Bürger aus dem Land haben zwei Wochen Zeit, die drei anderen Golfstaaten zu verlassen. Das Bündnis wirft Katar vor, Islamisten und den Erzfeind Iran zu unterstützen, was die Regierung in Doha umgehend zurückwies. Jemen, die Regierung in Ost-Libyen und die Malediven schlossen sich der Staatengruppe um Saudi-Arabien an.