© APA/AFP/JORGE GUERRERO

Sport Fußball
11/23/2021

Werden Profifußballer nach Verletzungen zum Comeback gedrängt?

Das Beispiel Erling Haaland zeige, dass die Rückkehr auf den Platz oft viel zu früh erfolge, sagt ein Sportphysiotherapeut.

Nach Meinung des Düsseldorfer Sportphysiotherapeuten Aldo Vetere kurieren viele Fußballprofis ihre Verletzungen nicht gründlich genug aus und kommen viel zu schnell auf den Platz zurück. Vetere warnt vor solchen Comebacks und nennt als ein Beispiel BVB-Superstar Erling Haaland.

„Bei Erling würde ich spontan sagen: Viel zu viel, viel zu früh und viel zu viel Stress. Und: Die Ursache ist nicht behoben worden“, sagte Vetere der Deutschen Presse-Agentur.

Haaland, der Borussia Dortmund wegen einer Hüftbeuger-Verletzung erneut noch einige Wochen fehlen dürfte, sei nach der vorigen Verletzung „schnell unter Druck“ zurückgekommen, meinte Vetere, der den 21 Jahre alten Norweger allerdings nicht selbst betreut. Die Genesungschancen des BVB-Stars halte er für hoch. „Nur Fakt ist: Ein drittes Mal in so kurzer Zeit dürfte das nicht passieren!“

Bei der Betreuung von Mannschaften mit rund 25 Sportlern könne man „eher keine gesicherten Aussagen über Verletzungstrends machen“, räumte Kniechirurg Werner Krutsch, Vereinsarzt des 1. FC Nürnberg, ein. „Wenn man noch eine klassische Sportpraxis führt und 60 Patienten am Tag über zehn Stunden sieht - dann kann man schon eher harte Aussagen machen: Da gibt es klare Tendenzen, dass die Zahl der Sportverletzungen aktuell steigt“, sagte der 41 Jahre alte Professor.

In der Bundesliga gebe es bisher kein offizielles Verletzungsregister. „Aber was wir sagen können, gerade aktuell nach dem Lockdown, dass viele Profis bei der Rückkehr Probleme kriegen, die letzten 18 Monate waren einfach nicht normal für sie“, meinte Krutsch, ein Spezialist für Kreuzband-Verletzungen.

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