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05.07.2017

Ein Fußball-Starensemble auf Arbeitssuche

Von Guillermo Ochoa bis Zlatan Ibrahimovic - eine Elf, die derzeit keinen Klub hat.

Ein Fußball-Starensemble auf Arbeitssuche

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Guillermo Ochoa (MEX/31/zuletzt FC Granada): Der Teamkeeper Mexikos konnte beim Confederations Cup in Russland Werbung in eigener Sache machen. Am Sonntag wehrte Ochoa im Spiel um Platz drei gegen Portugal einen Elfmeter ab. Obwohl seine Mannschaft 1:2 nach Verlängerung verloren hat, wurde der 31-Jährige zum FIFA Man of the Match gewählt.

In Europa spielte der 31-Jährige schon für AC Ajaccio, den FC Málaga und in der vergangenen Saison leihweise für den FC Granada. Nach dem Abstieg der Andalusier ist Ochoa nun ablösefrei zu haben.

Dani Alves (BRA/34/zuletzt Juventus Turin): Der Rechtsverteidiger war einer der ganz großen Gewinner der Champions-League-Saison 2016/’17, obwohl er mit Juventus das Finale gegen Real verloren hat. Nach nur einem Jahr beim italienischen Serienmeister ist der 34-jährige langjährige Spieler des FC Barcelona nun wieder auf Klubsuche.

„Ich spiele Fußball nicht für Geld. Ich spiele Fußball, weil ich diesen Beruf liebe“, erklärte Alves. Wo er künftig spielen wird, hat er noch nicht verraten. Seit  Wochen gibt es aber Gerüchte über einen Wechsel zu Manchester City und seinem Ex-Trainer Pep Guardiola.

Martin Caceres (URU/30/zuletzt FC Southampton) FC Villarreal, FC Sevilla, FC Barcelona oder Juventus Turin - der Innenverteidiger hat in Europa schon viel Großes gesehen. Mit 30 ist seine Karriere allerdings ins Stocken geraden. Caceres befindet sich wie schon im vergangenen Jahr auf Klubsuche.

In der englischen Premier League konnte sich der 30-Jährige im Frühjahr überhaupt nicht in Szene setzen. Es reichte für den FC Southampton gerade einmal zu einem einzigen Spiel. Sonst saß er immer 90 Minuten auf der Ersatzbank.

Holger Badstuber (GER/28/zuletzt Schalke 04): Der ehemalige Bayern-Verteidiger ist einer der größten Pechvögel des Weltfußballs. Am 1. Dezember 2012 begann mit einem Kreuzbandriss, den er sich in einem Bundesligaspiel gegen Dortmund zugezogen hat, eine jahrelange Leidenszeit mit einer schweren Verletzung nach der anderen.

Nun ist Badstuber aber wieder fit und nach einer halbjährigen Leihe bei Schalke 04 auf Klubsuche. Badstuber selbst sieht seine Zukunft nicht in seiner Heimat, sondern im Ausland. „Die Vereine, die es werden können, sind alle international vertreten. Ich will mich mit den Besten messen“, erklärte er.

Gaël Clichy (FRA/31/zuletzt Manchester City): Schon 2004, also vor 13 Jahren, wurde der linke Außenverteidiger mit Arsenal englischer Meister. 2012 und 2014 war der mittlerweile 31-Jährige mit ManCity die Nummer eins in der Premier League. Nach sechs Jahren bei den Citizens ist nun aber Schluss, der auslaufende Vertrag wurde nicht mehr verlängert.

Die sportliche Zukunft von Clichy könnte in der türkischen Metropole Istanbul liegen. Fenerbahçe soll großes Interesse an einer Verpflichtung des 20-maligen französischen Nationalspielers haben.

Jesús Navas (ESP/31/zuletzt Manchester City): Auch für den Spanier endet eine erfolgreiche Zeit beim Scheich-Klub. Nach vier Saisonen und 183 Pflichtspielen ist für den englischen Meister des Jahres 2014 Schluss bei Manchester City. Der Weltmeister von 2010 könnte künftig in der italienischen Serie A spielen.

Laut mehrerer Medienberichte soll dem Flügelspieler ein lukratives Angebot von Lazio vorliegen. Die Römer sollen ihm ein Jahresgehalt von 3,5 Millionen Euro geboten haben.

Alberto Aquilani (ITA/32/zuletzt Pescara Calcio): Roma, Juventus, Liverpool, AC Milan, Sporting Lissabon, Fiorentina – Alberto Aquilani hatte einst bei den angesagtesten Adressen seinen Hauptwohnsitz. Das war zu der Zeit, als der  Mittelfeldstratege noch ein gefragter Mann war und ein Stammleiberl in der Squadra Azzurra hatte.

Mittlerweile hat der 38-fache italienische Teamspieler so seine liebe Not, einen neuen Verein zu finden. Zumal der 32-Jährige in der abgelaufenen Saison nicht unbedingt Werbung in eigener Sache machen konnte. Mit Pescara Calcio stieg der Routinier als Schlusslicht aus der Serie A ab.

Joe Ledley (Wales/31/zuletzt Crystal Palace): Es ist der Spielstil, der dem Waliser bei einem Transfer im Wege steht.  Denn der rustikale Mittelfeldmann, der bei der EM in Frankreich mit einem gebrochenen Wadenbein spielte, ist  eigentlich nur für den Fußball auf der Insel geschaffen.

Tatsächlich trug der 31-Jährige in seiner Karriere bislang nur die Trikots von Cardiff City, Celtic Glasgow und zuletzt von Crystal Palace. Als Typ ist der passionierte Vollbartträger aber allemal ein Hingucker. Sollte Ledley in den kommenden Wochen keinen Verein finden, denkt man bei Ex-Klub Cardiff über ein Engagement nach.

Keisuke Honda (Japan/31/zuletzt AC Milan): Die Saison 2016/’17 war für den Japaner schlichtweg zum Vergessen. Bei Milan durfte der Offensivmann gerade einmal 221 Minuten am Ball sein, dazu stieg auch noch „sein“ SV Horn aus der Ersten Liga ab.

Nachdem er ein Angebot aus der Major League Soccer bereits abgelehnt hatte, könnte es den 90-fachen Teamspieler zum Ende seiner Karriere zu Galatasaray ziehen. Und wenn alle Stricke reißen, bleibt immer noch der SV Horn, bei dem der Japaner Anteile besitzt. Die Aufgabe ist reizvoll, immerhin soll ja der Ostligist in die Champions League.

Eric Maxim Choupo-Moting (CAM/28/zuletzt Schalke 04): Über 200 Spiele in der deutschen Bundesliga hat der Stürmer aus dem Kamerun, der in Hamburg geboren wurde, in den Beinen. 45 Tore hat Eric Maxim Choupo-Moting in diesen erzielt.

Nach drei Jahren bei Schalke befindet er sich allerdings auf Vereinssuche, nachdem monatelange Verhandlungen laut „Kicker“ nun endgültig gescheitert sind. Beim Trainingsstart war der 28-Jährige jedenfalls nicht dabei. Sorgen um seine Zukunft wird er sich keine machen müssen. Klubs aus der Premier League und auch Besiktas Istanbul sollen interessiert sein.

Zlatan Ibrahimovic (SWE/35/zuletzt Manchester United): Selbst ein Champion und Erfolgsgarant wie Ibrahimovic hat es nicht leicht, einen neuen Verein zu finden. Denn der Schwede ist a) verletzt (Kreuzbandriss), b) nicht mehr der Jüngste und c) sauteuer (zuletzt verdiente er in Manchester 22,5 Millionen Euro pro Jahr). Bleibt als letzter Ausweg eigentlich fast nur mehr die chinesische Super League.

Oder zumindest ein Verein mit chinesischen Mitbesitzern. Bei AC Milan macht sich Ex-Präsident Silvio Berlusconi, der den Traditionsverein an chinesische Investoren abtrat, für Ibrahimovic stark: „Ich möchte ihn wieder bei uns sehen.“