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Sport | Fußball
01/09/2019

Warum Hinteregger nun doch ein Smartphone verwendet

Lange verzichtete der ÖFB-Verteidiger auf ein modernes Handy - nun muss er notgedrungen umsteigen.

Martin Hinteregger ist das, was man einen echten Typen nennen würde - der Österreicher in Diensten des deutschen Bundesligisten Augsburg nimmt sich kein Blatt vor den Mund, sondern hat seine Meinung und steht auch dazu.

"Mein Telefon kann exakt drei Dinge", meinte er einmal, "Telefonieren, SMS und Snake." Damit ist nun aber Schluss, das allerdings nicht ganz freiwillig. Der Grund dafür ist WhatsApp - weil Mannschaftstermine von seinem Klub über den Smartphone-Messenger ausgeschickt werden, blieb Hinteregger bisweilen außen vor.

"Ich wusste oft von nichts, kam oft zu spät", so Hinteregger zum kicker. "Als ich am Monatsende meine Strafen sah, merkte ich, dass ein neues Handy günstiger wäre." Darum schaffte sich der 26-Jährige ein Smartphone an - allerdings nur als Zweithandy. In der Freizeit bleibt er bei seinem bewährten Klapp-Modell.

Hinteregger ist damit auch ein wenig die Antithese zum modernen Fußballer - und auch, wenn er nun unter die Smartphone-Besitzer gegangen ist: In den sozialen Medien wird man den passionierten Jäger und Naturburschen eher nicht finden. Eine Ausnahme in Zeiten, in denen Fußballer wie Franck Ribery mit seinem 1200-Euro-Goldsteak oder auch Hintereggers Nationalteamkollege Valentino Lazaro in den sozialen Medien für Aufschreie sorgen.

Für Hinteregger gilt dagegen weiter die Devise "weniger ist mehr". "Ich benutze das Handy nur, wenn ich Anrufe tätigen will oder wenn ich angerufen werde", meint der Kärntner.  "Und das passiert gar nicht so oft am Tag. Man gewinnt Zeit für andere Dinge. Und wenn man nichts zu tun hat, dann hat man halt einmal nichts zu tun."