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26.10.2018

Wacker-Manager Hörtnagl: "Wir mussten etwas ändern"

Seit die Innsbrucker ihr Heil in der Defensive suchen, stellen sich die Erfolge ein.

Aufsteiger Wacker Innsbruck startet am Samstag  (17 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die Austria in die zweite Hälfte des Grunddurchgangs. General Manager Alfred Hörtnagl zieht eine Zwischenbilanz.

Wenn Ihnen vor der Saison jemand gesagt hätte, dass der FC Wacker zur Halbzeit nur zwei Punkte hinter Rapid liegt, dann?

Ich weiß, worauf Sie mit dieser Frage hinauswollen. Mich beschäftigt nur das, was unsere Mannschaft gezeigt hat. Und da muss man ehrlicherweise festhalten: Der eine oder andere Punkt mehr hätte uns sicher gut getan.

Woran ist es gelegen, dass Wacker Innsbruck so holprig in die Saison gestartet ist?

Ich habe immer gesagt, dass wir in der Bundesliga ankommen müssen. Das hat seine Zeit gedauert. Wir haben zwar am Anfang recht gut gespielt, aber im Endeffekt hat nur sehr wenig herausgeschaut. Auch weil wir uns zu viele Fehler geleistet haben.

Statt der Punkte gab's häufig Lob vom Gegner.

Und das hat mich extrem gestört. Es ist gefährlich, wenn einen ständig der Gegner für die Spielweise lobt. Mir wäre es ehrlich gesagt oft lieber, sie würden sich darüber beklagen, weil wir so eine lästige Mannschaft sind, die schwer zu bespielen ist. Es war wichtig, dass wir uns vor einigen Runden intern mit dem Trainerteam zusammengehockt und eine neue Strategie ausgegeben haben.

Was wurde da besprochen?

Wir haben gesagt, dass wir so nicht weitermachen können. Wir mussten etwas ändern. Wir haben erkennen müssen, dass wir keine Punkte holen, wenn wir brav mitspielen. Ich rechne es Trainer Daxbacher hoch an, dass er den Spielstil geändert hat. Das hat sich im letzten Jahr schon bewährt. Wie wir auf eine defensivere Grundordnung umgestellt haben, haben wir plötzlich gewonnen. Jetzt spielen wir auch wieder diesen Zweckfußball und waren gegen den LASK und Salzburg gleich erfolgreich. Das muss auch unser Stil bleiben.

Wie fällt zur Halbzeit Ihr grundsätzliches Bundesliga-Fazit aus?

Man sieht, dass Salzburg über allen anderen steht und sich die übrigen Teams praktisch alle auf Augenhöhe begegnen. Da fällt keiner großartig ab. Was mich aber schon überrascht, dass viele der Top-Teams nicht wirklich in die Gänge kommen. Deswegen geht's auch so eng zu.

Befindet sich Wacker jetzt eigentlich im Abstiegskampf oder doch vielleicht im Kampf um einen Platz im Meister-Playoff?

Darum geht's nicht. Für uns ist wichtig, dass wir weiter an Stabilität gewinnen und punkten und diesen eingeschlagenen Weg fortsetzen. Die Platzierung ist im Moment noch nicht so entscheiden.