Sport | Fußball 05.12.2011

Untere Hälfte der Zweiklassengesellschaft

KURIER nimmt Innsbruck, Kapfenberg, Mattersburg, Admira und Wr. Neustadt unter die Lupe.

Innsbruck: Zwei Garanten für eine Kopie

Als Aufsteiger wurde Innsbruck überraschend Sechster. Dies sollte wieder möglich sein.

Stärken Die Mannschaft ist eingespielt, wurde im Sommer kaum verändert. Die Legionäre Inaki Bea und Abraham zählen zu den besten Defensivspielern der Liga. Zudem kann Innsbruck auf die Heimstärke setzen.

Innsbruck geht in das vermeintlich schwere zweite Jahr nach dem Aufstieg.
© Bild: apa

Schwächen Für Inaki Bea und Abraham gibt es keinen Ersatz. Die Nebengeräusche wegen der Finanzsorgen können sich negativ auswirken, Notverkäufe sind immer ein Thema. Außerdem gilt die zweite Bundesliga-Saison immer als schwierig.

KURIER-Tipp: Platz 6

Kapfenberg: Ein Trainerfuchs im großen Stall

Innsbruck geht in das vermeintlich schwere zweite Jahr nach dem Aufstieg.
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In der dritten Bundesliga-Saison hatte Kapfenberg wenig Probleme, um das Saisonziel zu erreichen. Daran wird sich auch im vierten Jahr nicht viel ändern.

Stärken Trainer-Fuchs Werner Gregoritsch weiß ganz genau, was nötig ist, um nicht in den Abstiegskampf zu kommen. Der Kader ist gewohnt groß, aber auch ausgeglichen wie noch nie zuvor. Torhüter Wolf ist ein starker Rückhalt.

Schwächen Deni Alar (14 Saisontore) wurde nicht wirklich ersetzt. Das Fekete-Stadion wird zwar modernisiert, einen Heimvorteil hat man dort aber nicht.

KURIER-Tipp: Platz 7

Mattersburg: Eine Reifeprüfung für die Youngsters

Innsbruck geht in das vermeintlich schwere zweite Jahr nach dem Aufstieg.
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Mit so wenigen Punkten wie nie (31) hat sich Mattersburg in die neunte Liga-Saison gerettet. In dieser wird es zum neunten Mal zum Klassenerhalt reichen.

Stärken Der Kader ist diese Saison ausgeglichener, weil die Youngsters viel Erfahrung gesammelt haben. Zudem wurde mit Mravac ein Abwehrchef und mit Domoraud ein schneller Offensivmann geholt.

Schwächen Die Abhängigkeit von Bürger ist groß. Er hielt mit 14 Toren den Klub im Alleingang oben. Seine Sturm-Kollegen sind alles andere als torgefährlich.

KURIER-Tipp: Platz 8

Admira: Ein Aufsteiger steigt nicht ab

Innsbruck geht in das vermeintlich schwere zweite Jahr nach dem Aufstieg.
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Platz 9. Das Ziel von Aufsteiger Admira klingt simpel und könnte dennoch schwieriger nicht sein. Der Klassenerhalt ist trotz Mäzen Richard Trenkwalder kein Selbstläufer.

Stärken Trainer Dietmar Kühbauer vertraut in seinem zweiten Jahr als Profi-Trainer dem Stamm seiner Meistermannschaft. Im Vergleich zu den Konkurrenten verfügt die Admira - zumindest auf der Kaderliste - über eine höhere spielerische Klasse.

Schwächen Der Großteil der Mannschaft, vor allem aber das defensive Zentrum, verfügt über keinerlei Erfahrung im Bundesliga-Alltag.

KURIER-Tipp: Platz 9

Wr. Neustadt: Ein Aderlass gibt wenig Hoffnung

Innsbruck geht in das vermeintlich schwere zweite Jahr nach dem Aufstieg.
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Die meisten Leistungsträger sind weg, und damit wohl auch die Klassenzugehörigkeit.

Stärken Die linke Seite mit Schicker und Simkovic blieb unangetastet, zudem verfügen die Niederösterreicher über einen großen Kader mit vielen jungen Spielern, die sicherlich Potenzial haben. Und dann gibt's ja noch den Überraschungsfaktor.

Schwächen Die Abgänge von neun Leistungsträgern konnten nicht kompensiert werden. Für einen Radikalumbau ist die Sommerpause in Österreich zu kurz. Die Abwehr ist wohl nicht Bundesliga-tauglich.

KURIER-Tipp: Platz 10

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( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011