Sport | Fußball
29.06.2018

Trauer auf der Hohen Warte: Kein Aufstieg für die Vienna

Da Karabakh und Mauerwerk eigenständig bleiben und nicht fusionieren, wird in der Wiener Liga kein Platz für die Döblinger frei.

Wie der KURIER am 16. Juni berichtete, ist Ostliga-Klub Karabakh Wien Geschichte. Der Geldgeber aus Aserbaidschan hat offenbar die Lust verloren und den Verein verkauft. Zugeschlagen hat Mauerwerk Sport Admira, ein Klub aus der Wiener Stadtliga (ehemals Landhaus) mit großen Ambitionen.

Seit Winter ist bei Mauerwerk der gebürtige Ägypter Mustafa Elnimr als Geldgeber engagiert. Der Immobilien-Mogul möchte bis in Bundesliga aufsteigen und hat laut eigenen Angaben den Karabakh übernommen.

„Das ist der nächste Schritt auf unserem Weg nach ganz oben. FC Karabakh, oder besser natürlich FC Mauerwerk, hat eine tolle Struktur und großartige Spieler, darauf werden wir aufbauen. Klares Ziel ist der Gewinn der Regionalliga Ost in der kommenden Saison und der Aufstieg“, wird Elnimr in einer Klub-Aussendung zitiert.

Kein Einwand

Laut Elnimr bleibt Mauerwerk Sport als Verein in der Wiener Stadtliga bestehen. Die vermutete Fusion findet also nicht statt, indes erfolgt beim Ostliga-Klub nur eine Namensänderung. "Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn beide Klubs eigenständig mit eigenem Vorstand weiter geführt werden", sagt Wiens Verbands-Präsident Robert Sedlacek zum KURIER.

Für die Vienna ist dies keine gute Nachricht. Weil nun doch kein Platz in der Wiener Stadtliga frei wird, kann der älteste Fußballklub Österreichs nicht aus der 2. Landesliga aufsteigen. Die Vienna beendete die Saison auf Platz drei hinter WAF Brigittenau und ASV 13, die nun beide im nächsten Jahr in der Stadtliga spielen dürfen.