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Sport Fußball
04/26/2022

Torspektakel im CL-Halbfinale: Manchester City bezwingt Real Madrid

Der englische Meister setzte sich in einem turbulenten Halbfinal-Hinspiel mit 4:3 durch. Für Alaba endete der Kracher frühzeitig.

Es heißt oft, Halbfinali sind die eigentlichen Highlights eines Turniers. Und die Paarung Manchester City gegen Real Madrid versprach schon allein nominell, so ein Highlight zu werden. Ein Gesamtmarktwert von 959,3 Millionen Euro steht einem von 756,5 gegenüber. Ein Pep Guardiola mit zwei Champions-League-Titeln einem Carlo Ancelotti mit drei.

Ein Highlight? Nicht zu viel versprochen. Weniger als 100 Sekunden dauerte es, da war der Ball im Etihad Stadion bereits im Tor. Der belgische Superstar De Bruyne zeigte perfektes Timing beim Pass von Mahrez, und war zudem wenig bedrängt von Alaba und Kollegen in der Real-Abwehr.

MANCHESTER CITY – REAL MADRID 4:3 (2:1)
Tore: 1:0 ( 2.) De Bruyne, 2:0 (11.) Jesus, 2:1 (33.) Benzema, 3:1 (53.) Foden, 3:2 (55.) Vinicius Junior, 4:2 (74.) Bernardo Silva, 4:3 (82., Strafstoß) Benzema.
Gelbe Karten: Fernandinho, Trainer Guardiola bzw. Nacho.
Manchester City: Ederson - Stones (36. Fernandinho), Ruben Dias, Laporte, Sintschenko - De Bruyne, Rodri, Bernardo Silva - Mahrez, Jesus (83. Sterling), Foden.
Real Madrid: Courtois - Carvajal, Militao, Alaba (46. Nacho), Mendy - Valverde, Kroos, Modric (79. Ceballos) - Rodrygo (70. Camavinga), Benzema, Vinicius Junior (88. Asensio).

Der Reigen war eröffnet, fast alles lief über De Bruyne und Silva – und fast alles lief für Manchester City. Während Ancelottis Mannen alle Hände voll zu tun hatten, ins Spiel zu finden, traf Jesus bereits zum 2:0 für die Gastgeber. Und ließ dabei David Alaba am Fünfer schlecht aussehen, der sich beim Pass von De Bruyne verschätzt hatte.

Manchester City vs Real Madrid

Benzema liefert

Nach einer halben Stunde könnte es bereits gut und gerne drei oder vier zu Null stehen. Da wittert Alaba seine Chance. Nach einer Ecke köpfelt er den Ball nur knapp neben die Stange. Aus seinem vierten Tor für Real Madrid sollte an diesem Abend aber nichts werden. Fast als hätte Alaba Real damit zurück ins Spiel gebracht, erzielte das Weiße Ballett drei Minuten später den Anschlusstreffer. Natürlich war es Benzema.

Jetzt ging es Schlag auf Schlag in Manchester mit Chancen auf beiden Seiten. Der Halbzeitpfiff lieferte eine willkommene Pause nach einer temporeichen ersten Halbzeit. Alaba, der sich vor einer Woche beim Sieg in Osasuna am Oberschenkel verletzt hatte, kam nicht mehr zurück aufs Feld.

Champions League - Semi Final - First Leg - Manchester City v Real Madrid

Und er musste mitansehen, wie die zweite Halbzeit wie die erste begann. Doch Mahrez scheiterte an der Stange, Foden an Carvajal. Doch wenige Minuten später traf der 21-jährige Engländer in Topform dann zum 3:1 nach einem Real-Ballverlust in der Vorwärtsbewegung. Das darf man sich gegen Guardiolas City nicht erlauben, schon gar nicht an diesem Dienstagabend. Dass aber auch Real nie abzuschreiben ist, bewies Vinicius Jr. nur zwei Minuten später, als er auf 3:2 verkürzte.

Nervenstark

Wenig später verpasste Militao per Kopf den Ausgleich. Denn das sechste Tor an diesem Champions-League-Abend war Bernardo Silva vorbehalten. Bei einem Vorteil nach einem Foul an Zinchenko schnappte sich der Portugiese in der 74. Minute am Sechzehner den Ball und setzte ihn scharf und hoch ins kurze Eck. Statt des 3:3 fiel schließlich doch das 4:2.

Champions League - Semi Final - First Leg - Manchester City v Real Madrid

Der dritte Anschlusstreffer für Real fiel in der 82. Minute. Nach einem Handselfmeter zeigte Karim Benzema, wie stark seine Nerven sind und lupfte den Ball vom Penalty-Punkt einfach in die Mitte des Tors von Ederson.

Es ging noch munter weiter, doch nach den sieben Toren, die dieses Halbfinale sehen durfte, fielen schließlich keine mehr. Das Rückspiel am Mittwoch verspricht ein ähnliches Highlight zu werden.

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