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Bundesliga
08/26/2019

Tirol-Coach Silberberger: "Diese Woche kann schmerzhaft werden"

Der Aufsteiger empfängt die torhungrigen Salzburger - und dann muss der Trainer auch noch zum Zahnarzt....

von Christoph Geiler

Bei der Rückfahrt aus Graz hatte Thomas Silberberger viel Zeit zum Nachdenken. Und nicht zum ersten Mal musste der Trainer von Aufsteiger WSG Tirol feststellen. "Wir haben wieder Lehrgeld gezahlt." Schon nach der 2:3-Auswärtsniederlage in Altach hatte Silberberger die Naivität seiner Mannschaft in gewissen Situationen kritisiert, nach dem 0:2 gegen Sturm schlug er nun ähnliche Töne an. "Der Gegner ist viel zu billig zu zwei Toren gekommen, das war von unserer Seite einfach zu wenig."

Das Spiel zeigte freilich auch schonungslos auf, wie abhängig die Wattener von einigen Spielern sind. Erwischen diese einmal nicht den besten Tag - wie das Offensivtrio Pranter, Walch, Dedic in Graz etwa - oder stehen sie nicht zur Verfügung - wie Mittelfeldmotor Grgic - dann können die Tiroler schnell einmal schlecht ausschauen. Vor allem der Ausfall von Grgic machte sich in Graz negativ bemerkbar, das Energiebündel fehlte als Antreiber und Aufräumer an allen Ecken und Enden. "Er ist unser Kampfschwein", sagt Trainer Silberberger.

Möglicherweise wäre der 24-Jährige nach seinem leichten Muskelfaserriss im Oberschenkel sogar einsatzbereit gewesen, doch der Coach wollte beim emotionalen Leader der Mannschaft nichts riskieren. "Wir brauchen ihn dann fit nach der Länderspielpause", weiß Thomas Silberberger. Dann, wenn es der Liganeuling mit Gegnern zu tun bekommt, die auf Augenhöhe sind.

Deshalb wird Grgic wohl auch am Samstag im Heimspiel gegen Salzburg geschont werden. Auch wenn die Wattener gerade in diesem Match die Kampfkraft des Mittelfeldmanns gut gebrauchen können. "Ich weiß nicht, ob man sich auf dieses Spiel überhaupt freuen soll", meint Trainer Silberberger, nachdem die letzten Gegner der Salzburger allesamt in ein Debakel geschlittert waren.

"Das kann wirklich eine schmerzhafte Woche werden", fürchtet der Coach. Zumal er noch einen zweiten Termin hat, der ihm ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. "Am Mittwoch muss ich zum Zahnarzt."