Sport | Fußball
26.11.2018

Spekulationen um Wenger als möglichen Kovac-Nachfolger

Die "Bild" bringt den Franzosen, der "Kicker" seinen Landsmann Zidane ins Spiel und die "dpa" den Österreicher Hasenhüttl.

Niko Kovac werde am Dienstag in der Champions League gegen Benfica Lissabon "sicherlich" noch auf der Bank des FC Bayern München sitzen, hat Präsident Uli Hoeneß angekündigt. Über mögliche Nachfolger wird dennoch schon spekuliert. Auch über einen Trainer, den Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge schon lange "schätzt".

Der frühere Arsenal-Coach Arsene Wenger soll nach Informationen der Bild-Zeitung im Falle einer Beurlaubung von Kovac einer der Top-Kandidaten bei den Bayern sein. Der Name des 69-jährigen Franzosen falle beim kriselnden deutschen Rekordmeister "intern immer häufiger", schrieb die Zeitung am Montag ohne Verweis auf eine Quelle. Zudem sollen sich am Samstag nach dem 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf "viele Spieler in der Kabine gegen Kovac" ausgesprochen haben, als dieser nicht im Raum war.

Trotz der deutlichen Signale für seinen Rauswurf will Kovac weiter um seinen Job kämpfen. Das sagte er am Montag in München, auch wenn er dabei nicht sehr überzeugend wirkte. Der Kroate beteuerte, "dass ich immer ein Kämpfer bin, mein ganzes Leben bestand darin, mich durchzusetzen. Das Wort "Zurückstecken", "Aufgeben", "Die weiße Fahne hissen", das existiert in meinem Wortschatz nicht und wird nie existieren." 

Der 47-Jährige garantiere, "wann und wo und wie auch immer nach vorne zu schauen und immer zu kämpfen". Auf die Frage, ob er Angst habe, dass das Benfica-Spiel sein letztes bei Bayern sein könnte, antwortete er: "Nein. Was soll mich negativ stimmen?"

Aufgewärmte Liebe

Die Bayern hatten sich Anfang der 1990er-Jahre schon einmal um eine Verpflichtung des Deutsch sprechenden Wenger bemüht. Das berichtete Rummenigge vor dem letzten Aufeinandertreffen mit dem FC Arsenal im Frühjahr 2017. "Es ist leider nicht zustande gekommen damals, weil er sich anders entschieden hat", erzählte Rummenigge seinerzeit. Seine Sympathie für den Elsässer hat darunter anscheinend nicht gelitten. "Ich habe persönlich ein sehr gutes Verhältnis zu Arsene Wenger, den ich sehr schätze seit langer, langer Zeit", sagte Rummenigge im März 2017.

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung soll sich die Vereinsführung um Hoeneß und Rummenigge "zuletzt schon vorsichtig im Umfeld der Mannschaft umgehört haben". Hoeneß hatte dem 47-jährigen Kroaten nach dem Remis gegen Düsseldorf eine Jobgarantie bis zur Champions-League-Partie gegen Benfica Lissabon ausgesprochen, aber auch betont: "Dann müssen wir mal eine Analyse machen, wo wir stehen." In der Bundesliga haben die Münchner bereits neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Dortmund.

Hasenhüttl wird in München geschätzt

Der kicker berichtete am Montag, dass im Zusammenhang mit dem FC Bayern auch immer wieder der Name Zinedine Zidane falle. Der Franzose wäre die ganz große Lösung. Der 46-Jährige hat im Sommer bei Real Madrid nach drei Champions-League-Triumphen nacheinander aufgehört.

Ohne Verein ist aktuell auch Ralph Hasenhüttl. Der 51 Jahre alte Österreicher hat bis zum Sommer RB Leipzig trainiert. Er kennt den FC Bayern aus seiner Zeit als Spieler der Bayern-Amateure von 2002 bis 2004. Hoeneß schätzt Hasenhüttl, schrieb die dpa.