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Sport Fußball
11/16/2019

Rassismus-Skandal in Rumänien: Attacke auf schwedischen Spieler

Stürmer Alexander Isak wurde im EM-Qualifikationsspiel von gegnerischen Fans beleidigt.

von Christoph Geiler

Rumänien schreibt im Fußball im Moment vorwiegend negatige Schlagzeilen. Einst waren die Vereine aus der Hauptstadt Bukarest im europäischen Klubfußball eine große Nummer, Steaua Bukarest gewann in der Saison 1985/'86 sogar den Landesmeisterpokal, den Vorgänger der Champions League. Bei der WM 1994 in den USA stand die Nationalmannschaft im Viertelfinale.

Inzwischen liegt der rumänische Fußball darnieder. Bei der EM 2016 war die Nationalmannschaft bereits in der Vorrunde als Gruppenletzter ausgeschieden, in der Qualifikation für die Endrunde 2020 mussten die Rumänen Gruppensieger Spanien und Schweden den Vortritt lassen.

Bei der 0:2-Heimniederlage gegen die Schweden sorgten einmal mehr die rumänischen Fans für Irritationen, Kopfschütteln und Ärger. Bereits in den Partien gegen Spanien und Malta waren im Stadion rassistische Chöre zu vernehmen gewesen, im Match am Freitag musste sich nun der farbige schwedische Stürmer Alexander Isak einige Beleidigungen anhören.

Er habe ein paar rassistische Schimpfwörter gehört, aber zum Schiedsrichter gesagt, dass er das Spiel nicht unterbrechen müsse, sagte der am Freitagabend bei Schwedens 2:0-Sieg in Bukarest eingewechselte Profi von Real Sociedad dem schwedischen Sender SVT. „Ich denke, man sollte sich von solchen - Entschuldigung - Idioten nicht auf diese Weise beeinflussen lassen."

Im Fernsehen war zu sehen, wie in der Endphase des Spiels sogar ein Golfball aus den Zuschauerrängen in Isaks Richtung geworfen wurde, als er gerade mit dem Ball an der Torauslinie entlang dribbelte. Schiedsrichter Daniele Orsato unterbrach die Begegnung daraufhin kurzzeitig. Leipzigs Emil Forsberg kritisierte das Verhalten auf den Rängen. „Das nimmt einem all das Erfreuliche am Fußball. Es ist schwer, froh zu sein, wenn so etwas passiert“, sagte er SVT.