Salzburg trifft im Play-off auf Minsk

Drei Fußballspieler in blauen Trikots und gelben Hosen stehen auf dem Rasen.
Dinamo Minsk ist der nächste Gegner der Salzburger. Altach muss wieder nach Portugal.

Freude kommt bei Red Bull Salzburg in den letzten Tagen selten auf. Null Punkte in der Meisterschaft, out in der Champions-League-Qualifikation gegen Malmö und jetzt das harte Los Dinamo Minsk im Play-off für die Gruppenphase der Europa League (20./27. August).

Der siebenmalige Meister spielt in Brest an der polnischen Grenze und schaltete in den ersten Qualifkationsrunden gegen Cherno More (1:1, 4:0) und FC Zürich (1:0, 1:1 n.V.) aus. In der vergangenen Saison war das Team des serbischen Trainers Vuk Rasovic erstmals in der Gruppenphase, in der gegen Fiorentina ein Auswärtssieg gelang. Im Play-off hatte Minsk Funchal besiegt.

Zwei Fußballspieler kämpfen um den Ball während eines Spiels.
epa04875007 Fatos Beciraj (R) of FC Dinamo Minsk vies for the ball with Alain Nef (L) of FC Zurich during the UEFA Europa League soccer match between FC Dinamo Minsk and FC Zurich in Brest, Belarus, 06 August 2015. EPA/TATYANA ZENKOVICH
Bekanntester oder gefährlichster Spieler ist Stürmer Fatos Beciraj. Der Montenegriner war bei Dinamo Zagreb erster nicht-kroatischer Torschützenkönig und wechselte 2014 für eine Saison nach China. Für Minsk hat er in 14 Ligaspielen bereits acht Tore erzielt.

Salzburg-Coach Peter Zeidler blockte Fragen nach Minsk ab: „Ich will mich gar nicht viel damit beschäftigen. Für uns zählt jetzt das Spiel gegen die Admira.“ Damari und Djuricin sind wieder dabei. Soriano benötigt noch Zeit, Miranda könnte eine Pause bekommen.

Die größten Erfolge waren das Viertelfinale im Europapokal der Landesmeister 1983/84 sowie das UEFA-Cup-Viertelfinale 1984/85. In der ersten Runde des UEFA-Cups 1995/96 schaltete man Austria Wien mit zwei Siegen (2:1 in Wien und 1:0) aus. Es war das bisher einzige Europacup-Duell mit einem österreichischen Vertreter.

In der weißrussischen „Wyschejschaja Liha“ liegt das Team des serbischen Trainers Vuk Rasovic nach 14 Runden hinter Serienmeister BATE Borissow auf Rang zwei.

Altach - Belenenses

Nach der Sternstunde von Guimaraes geht es für den SCR Altach in der Europa League erneut gegen einen portugiesischen Vertreter um den Einzug in die lukrative Gruppenphase. Die Vorarlberger bekamen am Freitag Belenenses Lissabon als Gegner zugelost. Das Hinspiel findet am 20. August in Innsbrucks Tivoli-Stadion statt, ehe es eine Woche später in Lissabon um den Aufstieg geht.

Mit Leistungen wie gegen Guimaraes scheint für Altach als ungesetztes Team sogar eine weitere Überraschung möglich. Belenenses beendete die vergangene Saison in der portugiesischen Meisterschaft auf Rang sechs und damit einen Platz hinter Guimaraes. Altach durfte am Freitag auch durchaus von einem Glückslos sprechen: Mögliche weitere Gegner wären Athletic Bilbao, Viktoria Pilsen, Steaua Bukarest oder Legia Warschau gewesen.

Guimaraes war für Altach der nächste Glanzpunkt in der Erfolgsgeschichte der jüngsten Zeit. 2014 schafften die Rheindörfler den Aufstieg in die Bundesliga, ein Jahr später qualifizierte sich der Verein als erster Vorarlberger Club für den Europacup. Dort macht Altach nun erneut beste Figur. „Der ganze Verein kann sehr stolz sein, was in den letzten zwei Jahren passiert ist“, betonte Kapitän Philipp Netzer.

„Wir haben die Situationen optimal genützt, und im richtigen Moment die Tore erzielt“, sagte Damir Canadi nach Schlusspfiff. Seine im Europacup praktisch unerfahrene Mannschaft - als einziger hat Ex-Austria-Stürmer Hannes Aigner mehr als zehn internationale Bewerbsspiele auf dem Buckel - musste zuvor jeweils zu Beginn der beiden Spielhälften kämpfen. Canadi sah dies als Entwicklungsprozess.

Historischer Sieg in Portugal

„Wichtig ist, dass wir gewisse Dinge umsetzen. Dass wir mutiger sind, auch in so einem Stadion“, meinte der Wiener nach der Partie vor rund 22.000 Zuschauern. Canadi wusste aber auch um die historische Bedeutung des Geschafften. Noch nie hatte ein österreichischer Vertreter im Europacup in Portugal in zuvor 14 Antritten gewonnen. „Darauf können wir sehr stolz sein“, sagte Altachs Coach, der auch ein wenig stolz auf sich selbst war.

Der 45-Jährige fand die richtige Mischung, seine Umstellungen griffen. Noch nicht ganz nach Wunsch lief es hingegen in der heimischen Meisterschaft. Nach null Punkten aus zwei Auswärtspartien zum Saisonauftakt wollen die heimstarken Altacher am Wochenende vor heimischer Kulisse unbedingt anschreiben. Zu Gast ist Sturm Graz, die Steirer warten nach zwei Runden ebenfalls noch auf den ersten Sieg. Canadi: „Wir wollen auch da einmal punkten, das wird auch wichtig sein.“

Spieltermine

20. und 27. August
Dinamo Minsk - FC Salzburg
SCR Altach - Belenenses Lissabon
Odds BK Skien - Borussia Dortmund
MSK Zilina - Athletic Bilbao
Steaua Bukarest - Rosenborg Trondheim
Sorja Lugansk - Legia Warschau
Viktoria Pilsen - Vojvodina Novi Sad
FC Milsami Orhei - AS St. Étienne
FK Jablonec - Ajax Amsterdam
Young Boys Bern - FK Karabach Agdam
Molde FK - Standard Lüttich
PAOK Saloniki - Brøndby Kopenhagen
Girondins Bordeaux - Qairat Almaty
Lech Posen - Videoton Szekesfehervar
Rabotnicki Skopje - Rubin Kasan
Slovan Liberec - Hajduk Split
Atromitos Athen - Fenerbahce Istanbul
Panathinaikos Athen - FK Qäbälä
FC Southampton - FC Midtjylland
Astra Giurgiu - AZ Alkmaar
FK Krasnodar - HJK Helsinki
FC Thun - Sparta Prag

Kommentare