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20.07.2017

Salzburg: Nun wartet die erste echte Prüfung

Nach dem problemlosen Aufstieg gegen Maltas Meister ist HNK Rijeka der Gegner in der 3. CL-Qualifikationsrunde.

Der Einstand von Trainer Marco Rose in Salzburg kann sich sehen lassen. Gut, die Gegner waren nur der maltesische Meister Hibernians FC und der steirische Regionalliga-Klub Deutschlandsberg, aber drei Siege und ein Torverhältnis von 13:0 sind mehr als in Ordnung.

Zufrieden war der Deutsche nach dem 3:0 im Rückspiel der 2. Runde der Champions-League-Qualifikation gegen Hibernians: "Wir alle können mit dem Spiel gut leben. Es hat mir gut gefallen, wie die Mannschaft bis zum Ende einen sauberen Auftritt heruntergespielt hat."

Neue Mannschaft

Rose rotierte erneut, schonte Stammkräfte wie Walke oder Minamino, brachte Torjäger Hwang erst in der zweiten Hälfte. Dazu fehlte Berisha wegen einer Sperre. Trotzdem waren keine Abstimmungsprobleme zu sehen. Die nicht eingespielte Startelf kombinierte so flüssig als hätte sie schön dutzende Male zusammengespielt.

Das freute auch Rose: "Für mich ist das ein neues Feld. Rotieren konnte ich weder bei Lok Leipzig noch im Salzburger Nachwuchs. Aber ich muss sagen, ich habe eine Mannschaft mit sehr vielen Spielern auf Augenhöhe. Es ist gut, wenn sie mir die Entscheidung, wenn ich aufstelle, schwer machen."

Leitgeb hielt durch

Positiv war auch, dass Christoph Leitgeb erstmals seit fast zwei Jahren ein ganzes Spiel durchspielen konnte. "Ich bin sehr froh, dass wir Christoph haben. Er ist ein guter Typ und extrem wichtig für die Mannschaft", meinte Rose. "Es ist sehr schön, nach so langer Zeit wieder über 90 Minuten gespielt zu haben", freute sich der Routinier, der vor genau zehn Jahren sein erstes Pflichtspiel für Salzburg absolviert hat.

Wenn es etwas zu bekritteln gab, dann war es die Chancenverwertung. Der Sieg gegen die Hibernians hätte wesentlich höher ausfallen müssen. "Das muss besser werden", wusste auch Leitgeb. Sein Trainer sah es durchaus differenziert: "So viele Chancen muss man sich auch erst einmal erspielen. Das ist mir wichtig. Was ich aber einfordern kann, ist Konsequenz."

Frühe Führung

Die zeigten die Salzburger beim Verwerten ihrer Chancen aber immerhin in der Anfangsphase. Die ersten beiden Möglichkeiten führten zu den ersten beiden Toren. Das war auch schon auf Malta so. Und es soll Schlimmeres passieren als ein schnelles 2:0 in jedem Spiel. "Wenn man es so sieht, dann waren wir eigentlich wahnsinnig effektiv", meinte der 40-Jährige.

Der nächste Gegner war ja schon vor dem Rückspiel gegen Hibernians festgestanden: HNK Rijeka hatte sich gegen den walisischen Meister TNS mit dem Gesamtscore von 7:1 durchgesetzt. Augenzeuge beim 5:1-Auswärtssieg der Kroaten am Dienstag war Salzburgs Co-Trainer Rene Maric, der eine Mannschaft von anderer Qualität wie Maltas Meister sah, die aber in der Kragenweite von Salzburg liegen sollte.

Nachfolger von Dinamo Zagreb

"Fakt ist, dass wir gegen den kroatischen Meister spielen. Rijeka hat Dinamo Zagreb abgelöst. Die Mannschaft hat viel Qualität. Wenn sie zu Hause spielen, werden sie von fanatischen Fans unterstützt. Es war uns aber klar, dass, wenn wir eine Runde weiterkommen, es nicht leichter wird", sagte Rose zur nächsten Aufgabe. Das Hinspiel findet am Mittwoch in der Red-Bull-Arena statt, das Rückspiel eine Woche später in der Stadt an der Adria.