Fussball, tipp3-Bundesliga Saison 2012/2013, 17. Runde, SV Ried-Red Bull Salzburg, Samstag (24.11.12), Ried: Salzburgs Trainer Roger Schmidt reagiert. Das Spiel endete 3:1. Foto: Andreas Schaad/dapd

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Bundesliga
03/15/2013

Salzburg: Leiden statt Leidenschaft

Die jüngsten Leistungen der Salzburger sind schwer zu erklären.

von Stephan Blumenschein

Ralf Rangnick hatte es am Mittwoch eilig, das Stadion Südstadt zu verlassen. Mit aufgestelltem Mantelkragen schlich Salzburgs Sportchef an den Journalisten vorbei. Eine Erklärung für das enttäuschende 1:1 gegen Nachzügler Admira gab es keine.

Für Wortspenden musste Trainer Roger Schmidt sorgen. Der Deutsche kam nach der schwächsten zweiten Hälfte seit Monaten zu einem vernichtenden Urteil: „Ich bin mit gar nichts zufrieden.“ Es war kaum zu glauben, dass zehn Spieler in jener Startelf standen, die die Admira im Herbst spielerisch leicht 5:0 abgefertigt hatte.

Einkaufsbummel

Rangnick hatte sich nach dem Einkaufsbummel Ende August gerühmt, Spieler verpflichtet zu haben, „die uns mit Elementen wie Temperament, Geschwindigkeit und Leidenschaft weiterhelfen können“. In sehr vielen Spielen im Herbst hatte man dann auch den Eindruck gewinnen können, dass ihm dies gelungen sei. Doch davon ist jetzt nichts mehr zu merken. Gerade von diesen Attributen war Mittwoch nichts zu sehen.

Salzburg dreht sich im Kreis. Das Leiden, das Spieler bei Red Bull schwächer statt stärker werden, hat auch dieses Team erfasst. Aber was ist die Therapie dagegen? Mit einem Austausch der sportlichen Führung hat es Red Bull schon mehrmals versucht. Vielleicht sollte stattdessen einmal aus der Wohlfühloase für die Spieler ein Dschungelcamp gemacht werden.

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