Qualifikationsgruppe: Der WAC rutscht noch tiefer in die Krise
Schöpf (r.) kommt mit dem WAC nicht in Fahrt
So schnell kann es im Fußball gehen: Vergangene Saison hätte der Wolfsberger AC in der 32. und letzten Bundesliga-Runde durch einen Sieg bei Sturm noch Meister werden können. Am Samstag, nur zehn Monate später, sind die Kärntner mit dem ersten Spiel der Qualifikationsgruppe im Abstiegskampf angekommen. Und zwar im selben Stadion, allerdings gegen die anderen Grazer.
Beim GAK setzte es für die Lavanttaler eine 0:2-Niederlage. Dadurch ist der WAC in der Tabelle jetzt nur noch punktegleich mit den Rotjacken. Die Niederlage in Graz war vor allem aufgrund einer grottenschlechten Leistung in der ersten Hälfte auch verdient. Dabei hatten die nur zaghaft verteidigenden Kärntner Glück: Nach der Führung durch Olesen (25.) wurde ein zweiter GAK-Treffer nach VAR-Intervention wegen eines übersehenen Foulspiels im Zuge des Angriffs annulliert.
Ein Aufbäumen nach Seitenwechsel blieb unbelohnt. Aus einem schönen Konter erzielte Maderner das 2:0 für den GAK (82.).
Schwache Linzer
Immerhin haben die Kärntner noch sechs Punkte Vorsprung auf Blau-Weiß Linz, für das es in Altach eine 1:3-Niederlage setzte. Die Vorarlberger gingen durch Hrstic kurz vor der Pause in Führung (41.) und erhöhten in Halbzeit zwei auf 2:0 (72.). Der zweite Treffer war bezeichnend für die Leistungen der Linzer in dieser Saison. Torschütze Ouedraogo musste bei seinem Kopfball im Torraum (!) nach einer Ecke nicht einmal springen, um an den Ball zu kommen.
Blau-Weiß hatte zwischen den beiden Altacher Toren eine große Ausgleichschance durch Briedl, sonst aber wenig Zählbares. Nach dem 3:0 durch ein Maranda-Eigentor traf Joker Ronivaldo noch zum 3:1.
Einen schmeichelhaften Sieg feierte Ried gegen die WSG Tirol. Durch einen Hand-Elfmeter ging man zunächst in Führung. Verteidiger Sulzbacher hatte in einem Luftduell den Arm mit nach oben genommen und wurde dort vom hohen Ball getroffen. Mutandwa verwandelte 1:0 (45.+6).
Die Tiroler schüttelten sich in der Pause kurz und drückten aufs Tempo. Mit Erfolg: Nach einer sehenswerten scharfen und präzisen Ecke von Baden Frederiksen zur kurzen Stange traf Ola-Adebomi per Kopf zum 1:1. Doch ein zweiter Elfer für die Rieder, nach einem patscherten Hinterseer-Foul, besiegelte den 2:1-Heimsieg.
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