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Sport | Fußball
07/20/2019

Rapid wagt das japanische Abenteuer: Einigung mit Kitagawa?

Zuletzt wurde erstmals ein Rapid-Mitarbeiter nach Japan auf Stürmersuche geschickt. Laut Sky soll Koya Kitagawa kommen.

Die Hütteldorfer erschließen neue Betätigungsfelder: Talente aus Afrika werden zu Probetrainings eingeladen und auch der asiatische Markt wird interessant. Zuletzt reiste laut KURIER-Recherchen ein Rapid-Gesandter nach Japan, was für die Grünen Neuland bedeutet.

Dass seither Verhandlungen mit einem Stürmer aus Japan laufen, wollte Sportdirektor Zoran Barisic weder bestätigen noch dementieren.

Laut Sky ist die Verpflichtung des 22-jährigen Teamstürmers Koya Kitagawa nahe. Reporter Phillip Lautischer twittert, dass "nach Sky-Informationen grundsätzliche Einigkeit über einen Wechsel besteht".

Schnell und beidbeinig

Der bald 23-jährige Eigenbauspieler von Shimizu S-Pulse ist flink, technisch beschlagen und beim Abschluss beidbeinig.

Kitagawa kann auch im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden, hat aber auch noch einen laufenden Vertrag bis Jänner 2020. Und bei den Ablösen will Barisic sparsam vorgehen.

Ein Teil des Kapitals wird Ex-Spieler Joelinton liefern: Der Transfer des Hoffenheim-Stürmers zu Newcastle um mehr als 40 Millionen Euro steht bevor, ein Prozent davon steht Rapid für die zweijäjhrige Ausbildung des Brasilianers ("Solidaritätszahlung") zu.

Bislang acht Mal kam Kitagawa im Nationalteam zum Einsatz.

Sportdirektor Barisic antwortet wie gewohnt: „Kein Kommentar.“

Eine Präsentation am Wochenende kann ausgeschlossen werden. Nach einer Einigung mit Shimizu wäre auch noch der lange Flug zum Medizincheck zu organisieren. Falls es mit dem ersten Japaner in der Rapid-Historie klappt, müsste auch in das Umfeld investiert werden.

Bei Red Bull wurde die Erfahrung gemacht, dass Spieler aus Japan neben einem Dolmetscher auch Begleiter im täglichen Leben benötigen, um den Kulturschock zu verdauen.