Erleichterung bei Rapid: Die Joker stechen im Krisenduell gegen WAC

Die Wechselspieler Seidl, Dahl und Nunoo führen Rapid zum 2:0 gegen WAC. Für Trainer Hoff Thorup war es der erste Pflichtspielsieg.
 Seidl (li.) und Dahl

Es war ein echtes Krisenduell – vor dem Minusrekord von nur 10.425 Zuschauern, weil die Fanszene streikt. Am Ende gab es die große Erlösung für Rapid, mit dem 2:0 gegen den WAC endete die Rekordserie von zwölf Pflichtspielen ohne Sieg.

Andreas Weimann war in seinem erst dritten Profispiel für Rapid als Kapitän eingelaufen. Weil Seidl bis zur Pause auf der Bank saß, neben Comebacker Dahl und Rückkehrer Yusuf Demir. Drei Neue und eine neue Rolle für Weimann hatte sich Trainer Hoff Thorup einfallen lassen. Er ließ den Routinier im 4-3-3 in dessen Lieblingsrolle spielen, als hängende Spitze hinter Kara.

Doch nach vorne kamen die Hütteldorfer viel seltener als geplant. Beim WAC, dem zweiten großen Krisenklub, hatte Trainer Ismail Atalan auf einen Komplettumbau mit Fokus auf die Defensive gesetzt. Es war die Rückkehr zur Fünferkette, wie unter Ex-Coach Kühbauer, zu sehen – was Rapid vor offenbar große Probleme stellt.

FUSSBALL: ADMIRAL BUNDESLIGA/ 20. RUNDE: SK RAPID - RZ PELLETS WAC

Halb leerer Block

Die organisierte Fanszene entschied sich zu einem Stimmungsboykott (als Distanzierung „von diesen sportlichen Leistungen“) und versammelte sich unter dem Block West, im Stadion. Deshalb kam es zum ungewohnten Bild, dass der obere Teil des Blocks gut gefüllt war, aber unten – dort, wo normal Stimmung gemacht wird – blieben die Plätze leer

Schiedsrichter Ebner ließ anfangs viel laufen, etwa einen Stoß von Diabate gegen Wurmbrand im Strafraum (2.). Wieder Glück hatte Diabate bei einer Attacke ohne Ball gegen Grgic – Gelb-Rot wäre fällig gewesen (43.)

Dazwischen gab es nur einen gefährlichen Bolla-Freistoß (27.) und eine schöne Kombination (30.). Der WAC hatte auf bescheidenem Niveau die bessere Raumaufteilung. Hedl musste gegen Sulzner (9.), und gegen Kojzek retten (11.).

Nach der Pause gab es mehr Chancen. Kara setzte einen Kopfball neben das Tor, Cvetkovic blockte einen Zukic-Schuss. Amanes Solo endete per Fehlschuss.

Dann kam Dahl, nahm mit dem ersten Ballkontakt Tempo auf – und legte Matthias Seidl das 1:0 auf (72.). Das – auch hier – falsch angezeigte Abseits von Assistentin Gutschi wurde korrigiert.

Auch für das 2:0 sorgte ein Joker: Daniel Nunoo überraschte bei seinem Premierentor Goalie Polster (92.).

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