Sport | Fußball
10.01.2019

Rapid: Rückkehr von Grahovac und Extra-Geld für Wöber

Transfers: Srdjan Grahovac soll ohne Ablöse nach Hütteldorf. Sevilla will Max Wöber, Rapid wäre an der Ablöse beteiligt.

Während viel vom (noch nicht verpflichteten) Stürmer gesprochen wird, steht ein anderer Transfer von Rapid vor dem Abschluss: Mit Srdjan Grahovac soll ein alter Bekannter zurück kommen.

„Grahovac ist ein sehr interessanter Spieler, der von Trainer Didi Kühbauer sehr geschätzt wird“, bestätigt Sportdirektor Fredy Bickel auf KURIER-Anfrage.

Nicht alle Trainer schätzten den 2014 zu Rapid gekommenen Bosnier dermaßen. 2017 wurde der defensive Mittelfeldspieler um rund 700.000 Euro an Astana verkauft. 2018 war der 26-Jährige vom kasachischen Meister nach Rijeka verliehen.

Bald ablösefrei

Warum Grahovac gerade jetzt zurückkommen soll? Es ist der von Bickel zu Weihnachten angekündigte „Vorgriff auf die kommende Saison“. Bei Rapid wird damit gerechnet, Dejan Ljubicic im Sommer um gutes Geld zu verkaufen. Da Grahovac gerade seinen Vertrag bei Astana auflöst, ist der Sechser nur im Jänner ablösefrei zu haben.

Der dreifache Teamspieler würde sich sogar von Rapid vorerst verleihen lassen. Wahrscheinlicher ist, dass Kühbauer gleich den Konkurrenzkampf erhöht. Und auf die Zweikampfstärke von Grahovac baut, die der damalige Vordermann Steffen Hofmann stets geschätzt hat.

Von unerwarteter Seite könnte Geld fließen: Max Wöber verhandelt mit dem FC Sevilla. Laut „Marca“ bietet der Dritte der Primera Division zehn bis zwölf Millionen Euro Ablöse an Ajax.

Klausel bei Ajax

Als der Innenverteidiger im August 2017 nach langen Verhandlungen nach Amsterdam wechselte, hatte der Großklub das ursprüngliche Angebot von 5 auf 7,5 Millionen Ablöse erhöht. Scheitern können hätte der Transfer noch an einer Weiterverkaufsbeteiligung, auf die Bickel zusätzlich bestand (Update: Diese gilt nur für die "dazugewonnene" Ablöse). Sie könnte Rapid eineinhalb Jahre später eine unerwartete sechsstellige Summe für den 20-Jährigen bringen. Die vorgeschriebene Ausbildungsentschädigung würde rund 300.000 Euro extra ausmachen.

Wöbers langjähriger Berater Walter Künzel sagt zum KURIER: „Das Interesse von Sevilla ist sehr groß, der Klub extrem interessant und der Stil würde der spielerischen Art von Max entgegen kommen.“ Zu den Chancen auf einen Abschluss beim dreifachen Europa-League-Sieger meint Künzel: „Die Verhandlungen laufen, das macht unsere holländische Partneragentur. Zur Wahrscheinlichkeit würde ich 50:50 sagen.“