Rapid in Hochform - 3:0 im Spitzenspiel gegen den LASK

Fountas traf zum 2:0
Nach dem vierten Erfolg in Folge gegen die Linzer bleiben die Hütteldorfer erster Verfolger von Salzburg.

Dieses Spitzenspiel war eine einseitige Angelegenheit. Der jüngste Höhenflug des LASK nahm in Hütteldorf ein abruptes Ende: Rapid siegt nach der wohl besten Leistung in der nun zweijährigen Ära von Trainer Didi Kühbauer völlig verdient mit 3:0.

Die Hütteldorfer haben damit bereits vier Duelle mit den Linzern in Folge gewonnen und sind der erste Verfolger von Salzburg.

Nach dem Triumph in Lissabon (4:1 gegen Sporting) hatte LASK-Coach Dominik Thalhammer zwei Schlüsselkräfte vorgeben müssen. Nicht Ersatzgoalie Thomas Gebauer, sondern der 20-jährige Debütant Tobias Lawal ersetzte im LASK-Tor den angeschlagenen Alex Schlager.

Davor gab es noch eine Umstellung, weil Gernot Trauner erkrankt ist: Christian Ramsebner bekam bei seiner Rückkehr ins 3-4-3 gleich die Kapitänsschleife.

Diese trägt bei Rapid weiterhin der wieder fitte Dejan Ljubicic. Da auch alle anderen Transferkandidaten einliefen, könnte es Sportdirektor Zoran Barisic tatsächlich gelingen, den aktuellen Kader zu halten. Montagabend endet diese ungewöhnliche Transferzeit.

Wie aus einem Guss

Rapid startete wie üblich gegen den LASK in einem 3-4-2-1 und mit Srdjan Grahovac als Bällesammler im Zentrum. Während die Hausherren wie aus einem Guss starteten, fehlte den Linzern Trauner offensichtlich.

Ercan Kara erwischte anfangs jeden hohen Ball, so auch in Minute 7, als der Mittelstürmer Thomas Murg einsetzte. Dessen genauer Assist auf Taxi Fountas brachte die erste Top-Chance, doch der starke Lawal hielt. Eine Minute später verschätzte sich Philipp Wiesinger, Kara spielte diesmal auf links, Fountas weiter auf Thomas Murg und die perfekte Kombination brachte das 1:0.

Beim 2:0 war erneut Wiesinger indisponiert. Nach einem Abschlag von Max Hofmann rechnete der Abwehrchef nicht mit dem Tempo von Fountas. Der Grieche zog vorbei und schoss genau ins Eck (22.).

Jetzt reagierte Thalhammer und zog den kopfballstärkeren Petar Filipovic ins Zentrum. Doch die bissigen Hütteldorfer blieben gefährlich: Ljubicic auf Murg – gehalten (28.). Mit der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff war das 3:0 nahe, doch Lawal hielt auch einen Freistoß aus 20 Metern von Murg.

Dass der LASK in der zweiten Hälfte zulegen würde, versprach die Statistik: Mit 27 Auswärtsspielen in denen immer getroffen wurde (gesamt 55 Tore), gelang ein Bundesliga-Rekord.

Späte Premiere

In Minute 48 (!) gab es den ersten Torschuss, durch Husein Balic. Nach einer der gefürchteten Standardsituationen rettete Kara vor der Linie (53.).

Der LASK drückte und Rapid erwachte wieder mit einem Fountas-Schuss aus der eigenen Hälfte – der starke Lawal rettete gerade noch (62.). Zwei Minuten später übersah der Goalgetter den besser postierten Max Ullmann. Und wieder zwei Minuten später trat Ramsebner voll auf das Schienbein von Fountas. Rot durch Schiedsrichter Hameter war die einzig logische Folge, es ist bereits die dritte des Verteidigers gegen Rapid.

In Überzahl hatte der Tabellenzweite wieder alles unter Kontrolle. Kara vergab die endgültige Entscheidung (78.). Die Gäste wurden verständlicherweise müde und die Grünen legten noch ein schönes Tor nach. Über Ullmann und Joker Yusuf Demir kam der Ball zum bärenstarken Ercan Kara, der seine Leistung mit dem 3:0 krönte (93.). Die 3.000 Abonnenten jubelten so laut, als wäre das Stadion voll gewesen.

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