Sport | Fußball
30.07.2018

Rapid bleibt trotz Auftaktsieg auf dem Boden

Beim Auftaktsieg in der Südstadt wussten die Neuzugänge zu überzeugen - trotzdem bleiben die Hütteldorfer selbstkritisch.

Rapid Wien hat am Sonntag mit einem 3:0 bei der Admira zum Start in die Fußball-Meisterschaft die erste Tabellenführung übernommen. Euphorie kam bei den Wienern deswegen nicht auf. Der Dritte der abgelaufenen Saison bemängelte den vermeintlichen Rückfall in der zweiten Hälfte. Die Niederösterreicher verloren auch das dritte Pflichtspiel der Saison.

Die Wiener gewannen erstmals seit 2004 ein Auftaktspiel in der Fremde. Zudem gelang nach drei Niederlagen in der Südstadt erstmals ein Erfolg. Den verdankten die Wiener einer bärenstarken ersten Hälfte, in der alle drei Treffer gelangen. "Wir haben gewusst, dass die Admira vom Europacup müde sein wird. Deswegen wollten wir schnell und direkt spielen", erklärte Kapitän Stefan Schwab. Besondere Freude hatte der Ex-Admiraner mit dem "Zug der Mannschaft. Unser Ballbesitz war nach vorne ausgerichtet."

Rückfall in Hälfte Zwei

Selbstkritisch konstatierten die Rapid-Akteure allerdings einen Rückfall nach Seitenwechsel. "In der zweiten Hälfte waren wir nicht mehr so konsequent. Wir hätten unsere Angriffe besser zu Ende spielen müssen", befand der Torschütze zum 1:0, Thomas Murg. Sein Trainer wollte sogar eine "konträre" zweite Hälfte gesehen haben. "Wir waren ein bisschen selbstherrlich, haben geglaubt wir können das mit Badeschlapfen runterspielen", sagte Goran Djuricin.

Tatsächlich kam Rapid nicht mehr zu derart vielen Chancen. Das war einerseits der Hitze geschuldet. "Wir haben einen Gang runtergeschaltet", ärgerte sich Djuricin. Andererseits bewies die Admira Charakter und kämpfte sich - zumindest teilweise - zurück ins Spiel. "Trotzdem war es insgesamt zu wenig", wusste Kapitän Daniel Toth.

Ernst Baumeister wollte nicht von einem Fehlstart sprechen. Der Coach der Südstädter wiederholte seine Aussagen, wonach der Start nach den vielen Abgängen zu früh gekommen sei. "In ein, zwei Monaten werden wir eine andere Admira-Mannschaft sehen. Wir werden uns Schritt für Schritt verbessern", gab der 61-Jährige Durchhalteparolen aus.

Wohlwollend registrierten die Rapidler die guten Leistungen ihrer Neuzugänge. Ex-Admiraner Christoph Knasmüllner glänzte bis zu seiner Auswechslung nach 67 Minuten mit zwei Assists, Andrei Ivan erzielte im zweiten Pflichtspiel bereits seinen dritten Treffer. Die Neuen "haben voll eingeschlagen" (Murg) und seien in der Mannschaft gut aufgenommen worden. "Sie haben sicher unsere Qualität gesteigert", befand Djuricin.