U21-EM IN ITALIEN: ÖSTERREICH - DEUTSCHLAND

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Sport Fußball
03/25/2022

Österreichs U21 kämpft in Kroatien um die letzte EM-Chance

Die ÖFB-Youngsters brauchen gegen den Tabellenführer einen Sieg, um im Rennen ums EM-Ticket zu bleiben.

Siege, Siege, Siege – für Österreichs U21-Nationalteam zählen in der EM-Qualifikation nur noch volle Erfolge. Nach bereits drei Niederlagen in sieben Spielen darf sich die Mannschaft von Werner Gregoritsch keinen Ausrutscher mehr leisten. Auch nicht heute beim bislang makellosen Tabellenführer Kroatien. Wie kompliziert sich die Ausgangslage gestaltet, zeigt die Tatsache, dass selbst drei Siege in den letzten drei Spielen zu wenig für die Endrunden-Teilnahme 2023 sein könnten.

Ausfälle schmerzen

Vor dem heutigen Spiel in Varazdin (18 Uhr/live in ORF+) sind die Österreicher mit zwölf Punkten und einem Spiel mehr als Kroatien (18) und Norwegen (15) nur Dritter. Der Gruppensieger und die zwei besten Gruppen-Zweiten fahren zum Turnier nach Rumänien und Georgien, die weiteren Tabellen-Zweiten müssen in die Play-offs.

Nach dem 1:3 im Hinspiel geht Rot-Weiß-Rot als klarer Außenseiter in die Partien. Dazu kommt, dass Teamchef Gregoritsch gleich auf mehrere Stützen verzichten muss. Unter anderem fallen Yusuf Demir, Emanuel Aiwu (beide Rapid), Marlon Mustapha (Admira) und auch Flavius Daniliuc (Nizza) verletzungsbedingt aus. "Wenn Spieler mit großer Qualität ausfallen, dann schmerzt das immer", gibt Gregoritsch zu. Mit fehlenden Spielern will er sich jedoch gar nicht lange beschäftigen: "Wir haben hart gearbeitet und uns intensiv auf die große Herausforderung Kroatien vorbereitet. Ich sehe, dass jeder Spieler bereit ist, alles in die Waagschale zu werfen, damit wir erfolgreich sind."

Leithammel ist bereit

Der Teamchef kann trotz der Ausfälle auf eine starke Truppe zurückgreifen. "Mit Wimmer, Schmid und Demaku haben wir richtige Leithammel im Team, die den jungen Spielern den Weg zeigen. Auf der anderen Seite sorgen die Jüngeren mit ihrer Unbekümmertheit für frischen Wind." Apropos Patrick Wimmer. Der Bielefeld-Legionär versäumte die letzten vier Länderspiele, kehrt in der entscheidenden Phase aber zurück. Mit drei Toren und sieben Vorlagen konnte der 20-Jährige zuletzt auch in der deutschen Bundesliga überzeugen. Abgehoben ist er deshalb jedoch nicht. "Natürlich kann es sein, dass ich mehr im Fokus stehe. Ich denke, meine Leistungen beim Verein waren nicht so schlecht. Aber für mich ändert sich deshalb nichts. Ich versuche mein Spiel zu spielen und dem Team weiterzuhelfen."

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Die Vorfreude beim Flügelstürmer ist jedenfalls groß: "Es warten noch drei richtig geile Spiele auf uns, in denen wir allen zeigen wollen, was wirklich in uns steckt." Auch ihm ist bewusst, dass die Ausgangslage keine einfache ist. "Aber es ist jetzt so, wie es ist. Wir haben uns selbst in diese Lage gebracht und müssen das Beste daraus machen."

Wimmer hat gegen Kroatien und Norwegen in Ried vier Tage später Siege eingeplant. "So können wir auf dem Platz beweisen, dass die Tabelle so, wie sie aktuell ausschaut, Schwachsinn ist und nicht die Realität widerspiegelt." Dem Druck, nicht mehr verlieren zu dürfen, sieht er gelassen entgegen: "Druck hat man im Sport sowieso immer. Ich bin überzeugt, dass wir damit fertig werden."

Gregoritsch fordert von seinen Spielern, einen "klaren Kopf" zu bewahren. "Jeder kennt die Ausgangslage, aber wir nehmen die Situation an. Wir sind bereit."

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