FA Cup Fifth Round - West Bromwich Albion v Newcastle United

© Action Images via Reuters / ANDREW BOYERS

Sport Fußball
06/21/2020

Lazaro: "Es war mir egal, was das mit meinem Image macht"

Der ÖFB-Teamspieler erhob zuletzt klar seine Stimme gegen Rassismus: "Es ist wichtig, dass wir im Sport Zeichen setzen."

Nach den "Black Lives Matter"-Protesten in den USA haben sich auch die beiden Fußball-Teamspieler Valentino Lazaro und David Alaba in den sozialen Netzwerken deutlich gegen Rassismus positioniert. Lazaro hielt Anfang Juni in einem fünfminütigen Instagram-Video eine emotionale Rede, in der er von eigenen Rassismus-Erfahrungen erzählte, sich zu den USA-Protesten äußerte und zu einer aktiv antirassistischen Haltung aufrief.

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In einem ausführlichen Interview mit dem Standard sprach Lazaro nun nicht nur über den Re-Start der Premier League, sondern auch über seine Erfahrungen mit Rassismus und wieso er sich so offensiv dazu geäußert hatte. 

"Ich habe mir gedacht: 'Es reicht', das Handy genommen und das Video aufgezeichnet. Vielleicht kann ich meine Plattform nutzen, um wenigstens ein paar Leute zu erreichen – und dass ein Umdenken stattfindet", so Lazaro zu seinem Instagram-Video. Die Aktion sei jedenfalls mit keinem abgesprochen gewesen: "Es war mir egal, was das mit meinem Image macht, weil es mir einfach wichtig war."

"Zuerst bin ich Mensch, dann Fußballer"

Die weltweiten Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt nach George Floyds Tod haben den 24-Jährigen jedenfalls stolz gemacht, wie er sagt: "Man sieht, dass die große Masse weiß, was richtig ist, und bereit ist, dafür einzustehen." Gleichzeitig mache er niemandem einen Vorwurf, der sich nicht zu den Vorfällen äußert. Lazaro selbst habe jedenfalls keine unmittelbaren Erfahrungen mit Rassismus im Profi-Fußball gemacht, es lediglich von Teamkollegen (etwa gegen Lukaku während seiner Zeit bei Inter Mailand) mitbekommen.

"Es ist wichtig, dass wir im Sport Zeichen setzen. Es ist nicht mehr die Zeit, still zu sein und zu hoffen, dass sich etwas verändert", so der Mittelfeldspieler von Newcastle. Daher sehe er es auch nicht ein, sich als Sportler nur zu Sport-Themen zu äußern. "Zuerst bin ich Mensch und dann Fußballer. Und ich kann zu diesen Themen genauso etwas sagen wie jeder andere."

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