Kalte Dusche: Georg Margreitter hat Abstiegssorgen

© EPA/STUART FRANKLIN / POOL

Sport Fußball
06/16/2020

Nürnberg droht die 3. Liga: Ex-Coach Canadi hofft auf die Rettung

Nach der Beurlaubung des Wieners ging es richtig bergab. Am Dienstag steht ein Endspiel gegen Wiesbaden an.

von Andreas Heidenreich

Nur ein Sieg aus den jüngsten zehn Partien. Als einzige Mannschaft nach der Corona-Pause ohne vollen Erfolg. Beim 1. FC Nürnberg ist Feuer am Dach. Dem Klub der Österreicher Georg Margreitter, Nikola Dovedan und Andreas Lukse droht drei Runden vor Saisonende der Abstieg in die 3. Liga.

Am Dienstag steigt auswärts gegen Wehen Wiesbaden ein vorweggenommenes Endspiel. Der Klub von Heinz Lindner liegt in der Tabelle direkt hinter Nürnberg auf Platz 17, dem ersten direkten Abstiegsplatz.

Ganz neu wäre ein Abstieg Nürnbergs nicht. Bereits 1996 musste der „Glubb“, wie er im Fränkischen genannt wird, in die Regionalliga Süd und damit in die Drittklassigkeit. Seither ist das Gründungsmitglied der Bundesliga ein Fahrstuhlverein.

Nach dem jüngsten Abstieg aus dem Oberhaus im Vorjahr sollte es ein österreichischer Trainer wieder gerade biegen: Damir Canadi wurde verpflichtet und mit ihm ein Zweijahresplan ausgearbeitet.

Dieser war aber bereits nach 14 Pflichtspielen verworfen und der Wiener vor die Türe gesetzt. Früh. Zu früh für viele Kritiker. Jens Keller sollte es besser machen. Doch mit dem Nachfolger ging es vom Mittelfeld der Tabelle in die Abstiegszone. Mit einem Punkteschnitt von 1,06 (Canadi hatte 1,21) landete Nürnberg auf Platz 16.

Ob Damir Canadi das aktuelle Geschehen und den Negativlauf seines Ex-Teams noch verfolgt? „Natürlich, ich bin ja nur beurlaubt“, sagt der Wiener im Gespräch mit dem KURIER und betont, seinem Arbeitgeber die Daumen zu drücken: „Ich hoffe natürlich, dass sie es schaffen.“

Unter der Wiener war man beim Traditionsklub enttäuscht, dass man nach dem Abstieg nicht nach wenigen Runden schon wieder im Spitzenfeld lag. „Ausgemacht war, dass wir unter den Top-6 sein wollen, so weit waren wir davon nicht weg“, erinnert sich Canadi, der das Team auf Platz 11 mit drei Zählern Rückstand auf den 6. Platz übergeben musste.

„Es hat dann für mich aber auch etwas an Qualität gefehlt, was ich auch angesprochen habe.“ Sieht ganz danach aus, als wollte man den Worten des Österreichers beim deutschen Traditionsklub keinen Glauben schenken.

Vertrag läuft noch

Der bis 2021 ausgehandelte Vertrag Canadis ist jedenfalls noch nicht aufgelöst. Ob er auch für die dritte Liga gilt? „Über Vertragsinhalte möchte ich nicht sprechen.“

Er habe ohnehin Lust, kommende Saison wieder zu arbeiten. „Gespräche gibt es. Es wäre schön, wenn was passiert, umso schöner wäre es gleich von Saisonstart weg, wo man auch eine Vorbereitung hat und als Trainer arbeiten kann“, betont der 50-Jährige. Nachsatz: „Das kann man sich im Fußball aber nicht immer aussuchen. So ist das Geschäft.“

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