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Sport Fußball
06/13/2019

Nächster Trainerwechsel: St. Pölten beurlaubt Popovic

14 Niederlagen in 24 Spielen waren für den SKN St. Pölten zu viel. Die Niederösterreicher suchen einen neuen Trainer.

Nur einen Tag nach der Vorstellung von Nestor El Maestro als Neo-Austria-Coach gibt es in der Fußball-Bundesliga den nächsten Trainerwechsel. Ranko Popovic und der SKN St. Pölten gehen nach nur acht Monaten, bzw. 24 Spielen bereits wieder getrennte Wege. Wie der Verein via Aussendung bekannt gab, führte die interne Analyse der abgelaufenen Saison zu dieser Entscheidung. Popovic gelangen neben 14 Niederlagen bloß vier Siege und sechs Unentschieden.

"Wir haben diesen Schritt unternommen, um die kontinuierliche Entwicklung unserer Mannschaft sicherzustellen. Das Erreichen der Meisterrunde der letzten Saison war zweifellos für den SKN St. Pölten ein großartiger Erfolg, wir haben aber dennoch keine ausreichende Entwicklung des Teams gesehen", heißt es von Seiten des General Managers Andreas Blumauer. Die St. Pöltner starten am Montag ins Training, bis dahin soll ein neuer Trainer präsentiert werden. 

Schmidt ist Favorit

Favorit ist - wie schon berichtet - nach der Absage von Markus Schopp, für den sich St. Pölten und der WAC interessiert haben, laut Sportzeitung Alexander Schmidt. Der Deutsche, der bis Winter in Salzburg Nachwuchstrainer war, ist schon im März als Popovic-Nachfolger im Gespräch gewesen. Wie Blumauer gegenüber der APA meinte, gebe es aber mehrere Kandidaten für den Posten des neuen Cheftrainers. 

Die Meistergruppe erreichte St. Pölten dank eines Laufs zu Saisonbeginn. Vor dem Startschuss in die finale Phase wurde Popovic Ende März bereits hinterfragt, der Verein hielt schlussendlich aber am 51-Jährigen fest. St. Pölten beendete die Meistergruppe dann auf Rang sechs, zum Abschluss setzte es ein 0:7 bei Meister Salzburg. Es war die fünfte Niederlage in Folge. Die Performance der letzten Wochen der abgelaufenen Saison hänge mit der nun getroffenen Entscheidung "schon zusammen", meinte Blumauer.

Mit Popovic und Grujic soll in den kommenden Tagen eine Lösung gefunden werden. Der Vertrag des ehemaligen Sturm-Profis läuft noch bis Sommer 2020. Nächste Woche könnten die Niederösterreicher auch Kunde von der FIFA erhalten. St. Pölten ist zuversichtlich, dass der Weltverband die seit Jänner geltende Transfersperre für den Verein aufhebt. Hintergrund ist ein Rechtsstreit um Ex-Spieler Alhassane Keita, der bei der Ausfechtung einer Klage seines Ex-Clubs Aradippou (CYP) den Bundesligisten belastet haben soll. Die noch ungelöste Causa soll die Trainersuche laut Blumauer nicht beeinflussen.