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Sport | Fußball
05/28/2019

Nach Ilzer-Abgang: Struber wird neuer Trainer beim WAC

Der Ex-Liefering-Coach unterschrieb bei den Kärntnern einen Einjahresvertrag plus Option. Zuletzt fungierte er als Scout.

Einen Tag nach dem Abgang von Erfolgstrainer Christian Ilzer zur Wiener Austria hat Fußball-Bundesligist WAC am Dienstag mit Gerhard Struber einen neuen Trainer gefunden. Der 42-jährige Salzburger, der den Großteil seiner Trainer-Karriere im Kosmos von Serien-Meister Red Bull Salzburg tätig war, unterschrieb beim Europa-League-Starter einen Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison.

Nach Ilzer setzt der Wolfsberger AC erneut auf einen ausgewiesenen "Entwickler" als Trainer. Struber, ein früherer Mittelfeldspieler und Austria-Salzburg-Urgestein, soll dabei auch Ilzers Erbe weiterführen. Dieser hatte die Kärntner in dieser Saison sensationell auf Platz drei und damit in die Europa-League-Gruppenphase geführt.

 

"Ich habe in der letzten Saison gesehen, was die Mannschaft in sich trägt und zu was sie fähig ist. Wie das Team in der Vergangenheit aufgetreten ist, kommt sehr nahe an meine Idee", wurde Struber in einer Klub-Aussendung zitiert. "Den erfolgreichen Weg wollen wir gemeinsam weiterverfolgen, uns konstant verbessern und in Teilbereichen noch weiterentwickeln", sagte der Salzburger, der nach einer Halbsaison als Cheftrainer des FC Liefering dort zuletzt als Scout tätig war.

Red-Bull-Stil für den WAC

Struber übernimmt den WAC in der erfolgreichsten Phase der Klubgeschichte. Dem Bundesliga-Dritten sind ab Herbst zumindest sechs Spiele in der Europa League gewiss. Struber einigte sich für diese Chance mit seinem nunmehrigen Ex-Arbeitgeber, den an sich noch bis Sommer 2020 laufenden Vertrag einvernehmlich aufzulösen. Struber steht für den bekannten Red-Bull-Stil, erste Erfahrung im Profibereich kann er etwa durch seine Tätigkeit als Co-Trainer von Ex-Salzburg-Trainer Peter Zeidler aufweisen.

Mit diesem Paket hat der frühere Versicherungsvertreter auch WAC-Präsident Dietmar Riegler "voll und ganz überzeugt", wie dieser gegenüber der "Kleinen Zeitung" meinte: "Er spielt ein ähnliches System wie Christian Ilzer und das will ich auf keinen Fall umkrempeln, denn genau damit waren wir heuer erfolgreich und er ist ein junger, aufstrebender Trainer", wurde Riegler zitiert. Ein weiteres Argument: "Er kommt ja aus dem Red-Bull-Haus und da können wir die Zusammenarbeit in puncto talentierter Spieler vertiefen." Den Medien soll der Neue beim Trainingsauftakt am 18. Juni präsentiert werden.