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Sport Fußball
07/10/2020

Nach Corona-Verstoß: Kapfenberg nahm Teamarzt in Schutz

Der Zweitligist gestand einen Fehler ein, verteidigte aber seinen Teamarzt: "Es gab zu keinem Zeitpunkt ein Fehlverhalten."

Der Kapfenberger SV hat nach einem Fehler bei der Pool-Testung seiner Spieler auf das Coronavirus den Teamarzt in Schutz genommen. Wie der Zweitliga-Klub am Freitag betonte, treffe den Mediziner Albert Sacherer bei der Missinterpretation des Poolings und bei der unkorrekten Umsetzung des Punkt 4.3. (PCR-Test-Screening) im Präventionskonzept der Liga keine Schuld: "Es gab zu keinem Zeitpunkt ein Fehlverhalten."

Kapfenberg räumte bezüglich der Umsetzung des Präventionskonzepts Fehler ein. Ein Mitarbeiter habe die Art des Testpoolings aufgrund eines "internen Kommunikationsfehlers" falsch interpretiert, hieß es in einer Aussendung. Jedoch wolle man klarstellen, dass auch dieser Mitarbeiter nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt habe, das Konzept falsch gedeutet und unwissentlich nicht korrekt an Sacherer weitergegeben habe. Der KSV entschuldigte sich beim Arzt in aller Form für die diskreditierende Außendarstellung in der Öffentlichkeit bzw. in den Medien.

Der Verein monierte noch einmal, dass es lediglich beim Pooling einen Interpretationsfehler gab. Ansonsten sei das Präventionskonzept vollumfänglich und korrekt umgesetzt worden.

Die Bundesliga hat ein Verfahren gegen Kapfenberg eingeleitet. Der Zweitligist soll sich nicht gänzlich an das Präventionskonzept gehalten haben. Am 3. Juli war ein KSV-Spieler positiv auf Covid-19 getestet worden, der gesamte Kader und alle Betreuer sind seither in Quarantäne. Das Virus wurde noch bei zwei weiteren Spielern nachgewiesen. Bei einer erneuten Testung waren dann alle Spieler negativ. Die Ligapartie gegen Wacker Innsbruck wurde mehrmals verschoben und soll nun kommenden Dienstag stattfinden.

Weil die Durchführung eines PCR-Tests teuer ist (etwa 100 Euro), gibt es im Präventions- und Hygienekonzept der Bundesliga die Möglichkeit zum "Proben-Pooling", das vor allem Sinn macht, wenn die Durchseuchungsrate gering ist. Dabei werden Rachenabstriche von fünf Personen zu einem PCR-Test zusammengefasst.

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