Sport | Fußball
30.09.2018

Mourinho steht unter Druck, Zinedine Zidane ante portas

Nach dem Saison-Fehlstart machen in Manchester die Gerüchte um den Ex-Real-Coach die Runde.

Nach dem schlechtesten Saisonstart von Manchester United seit 29 Jahren muss Trainer Jose Mourinho um seinen Job bangen. Zinedine Zidane wird bereits als Nachfolge-Kandidat gehandelt. Denn die Stimmung bei den Red Devils ist spätestens nach dem 1:3 bei West Ham United, für das auch Marko Arnautovic traf, endgültig vergiftet.

Immer wieder gibt es Nebenkriegsschauplätze beim Traditionsverein. Das Verhältnis zwischen Mourinho und Weltmeister Paul Pogba ist nach mehreren öffentlichen Disputen überaus angespannt. Im Sommer wollte Mourinho mehr Geld für Neuverpflichtungen, die er nicht bekam.

Das Champions-League-Spiel am Dienstag gegen Valencia könnte womöglich die letzte Chance für den Portugiesen werden. Zwar sprach Club-Vize Ed Woodward vor kurzem noch davon, "nicht reflexartig auf Ergebnisse zu reagieren". Eine Pleite gegen die Spanier könnte die ohnehin angespannte Stimmung nach dem Fehlstart in der Liga und dem peinlichen Aus im Ligacup gegen Zweitligist Derby County aber weiter verschlechtern. Dann wäre Woodward fast schon zum Handeln gezwungen.

Doch auch der Klub-Vize gerät stärker unter Druck. Nach der sehr erfolgreichen Ära mit Sir Alex Ferguson, der von 1986 bis 2013 zwei Champions-League-Triumphe und 13 englischen Meisterschaften gewann, wartet United seit 2013 auf den Titel in der Premier League.

Wunschkandidat

Laut britischen Medien ist Zidane bei einem Mourinho-Aus der Wunschkandidat. Der Franzose, der bis Sommer Coach von Real Madrid war und nach drei Champions-League-Titel in Serie zurücktrat, kündigte vor knapp zwei Wochen eine baldige Rückkehr als Trainer an. Angeblich soll Zidane bereits Nachhilfeunterricht in englischer Sprache nehmen.