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25.08.2018

Kein Sieger in St. Pölten: SKN trotzt Austria Remis ab

Die St. Pöltener bleiben in dieser Saison weiter ungeschlagen und behaupten den zweiten Tabellenplatz.

Keine Tore, keine Probleme, keine finstere Mienen auf beiden Seiten. Und dennoch fühlte sich das wenig hochklassige 0:0 der St. Pöltner daheim gegen die Wiener Austria wie eine Bestätigung der zuletzt gezeigten Leistungen an, immerhin verteidigten die Niederösterreicher ihren zweiten Platz in der Tabelle hinter Meister Salzburg.

Die Ausgangslage mag durchaus verwundert haben, doch erstmals in der Bundesliga ging St. Pölten als leichter Favorit in ein Heimspiel gegen die Wiener Austria. Weil die Statistik für die Niederösterreicher sprach. Einerseits bat der Zweite den Fünften zum Schlagabtausch, andererseits hatte St. Pölten beide Heimduelle gegen die Violetten in der vergangenen Saison gewonnen.

Neutralisiert

Während SKN-Trainer Kühbauer seinem gewohnten System vertraute, diesmal aber etwas defensiver an den beiden Flanken ausgerichtet, variierte Austrias Letsch mit einer Dreier-Abwehrkette und einer Doppelspitze. Beide Teams legten ihr Spiel somit ähnlich an und neutralisierten sich in der ersten, weitgehend ereignislosen Hälfte.

Zumeist hielt man sich im Mittelfeld auf, es entstand ein Geplänkel mit viel Taktik und sehr intensivem Körpereinsatz, jedoch ohne technische Finessen und wirklich gute Chancen. Die Austria näherte sich durch Monschein (12.) und Schoissengeyr (45.) dem Tor an, St. Pölten hatte durch Luxbacher einen halbherzigen Torschuss zu verbuchen (15.). Mehr ging zum Leidwesen der 5424 Fans nicht, weil St. Pölten solide und sehr kompakt agierte und die Austria vor allem spielerisch deutlich hinter den Erwartungen blieb und kein Flügelspiel aufziehen konnte.

Den beiden Trainern dürfte es jedenfalls gefallen haben, sie nutzten den Seitenwechsel nicht für personelle Veränderungen. So wurde weiter gerackert, um jeden Zentimeter gekämpft, brav der vorgegebene Plan eingehalten.

Später Lattenknaller

Torchancen? Lange Zeit ein vergebliches Warten. Nur Edomwonyi versuchte sich zunächst mit einem nicht gefährlichen Schuss (50.). Der eingewechselte Turgeman brachte jedenfalls etwas Schwung in die Offensive, und er fand sogar zwei Chancen vor, die er einmal mit dem Kopf, das andere Mal mit dem Fuß nicht nutzte. Auch ein Schuss von Prokop ging deutlich übers Tor.

St. Pölten spielte beherzt und durchaus mit dem Selbstvertrauen einer Mannschaft, bei der es aktuell gut läuft. Beinahe hätten der eingetauschte Fountas und vor allem Haas im Finish den Lucky Punch gelandet, in der 93. Minute knallte sein Schuss an die Latte. Mit dem Punkt können die Niederösterreicher jedenfalls besser leben als die Wiener, die sich mehr ausgerechnet hatten.