Indiens Liga in der Warteschleife

Lionel Messi und ein weiterer Fußballspieler während eines Spiels.
Sechs Altstars müssen weiterhin auf den Ligastart warten.

Während in China kräftig abkassiert wird, wurde in Indien verhindert, dass ein paar Fußball-Pensionisten sich noch ein ordentliches Taschengeld verdienen. Im Bundesstaat West Bengal sollten sie bei sechs Klubs in einer neugegründeten Liga ein paar Spiele absolvieren. Die hochverdienten Herren wurden Anfang des Jahres daher versteigert. Fabio Cannavaro, Hernán Crespo, Robbie Fowler, Jay Jay Okocha, Robert Pires und Juan Pablo Sorin kamen unter den Fußball-Hammer. Cannavaro, Weltmeister und Weltfußballer, wurde um 830.000 Dollar an die Bengal Tuskers versteigert. Hernán Crespo war den Barasat Euro Musketeers sogar noch um 10.000 Dollar mehr wert. Doch wann die Liga tatsächlich ihre ersten Partien erleben wird, ist noch völlig unklar. Zuerst wurde die erste Runde auf Ende März verschoben, wenig später auf unbestimmte Zeit.

Der Grund ist, dass die notwendigen Stadien nicht zur Verfügung gestanden sind. Vor allem der indische Lieblingssport Cricket blockierte die großen Arenen. Die indische Liga soll in erster Linie ein Geschäftsmodell darstellen. Die sechs Klubs kauften um viel Geld Lizenzen bei der Sport-Agentur CMG, die die Liga gegründet hat.

Während die namhaften Herrschaften darauf warten, in Indien spielen zu können, hat ein anderer Routinier vor seiner Fußballpension ein neues Betätigungsfeld gefunden. Einen Monat vor seinem 40. Geburtstag entzückte Rivaldo im April die Fans in Angola. Der Brasilianer, einst Weltmeister und Weltfußballer, erzielte drei Tore in einem Spiel, 3:1 gewann sein Team, Kabuscorp Sport Club do Palanc gegen Recreativo Caala. Afrika ist wohl das letzte Abenteuer des großen Stürmers, einige Öl-Dollar sind noch drin, nachdem er zuvor von AC Milan über zwei griechische Vereine in Usbekistan gelandet war. In Angola, immerhin, wird Portugiesisch gesprochen.

Andere Stars, die ins Alter kommen, schicken sich in die Wüste. Der Spanier Raúl wechselte mit 35 nach Katar. Der gleichaltrige Italiener Luca Toni geht in Dubai auf Torjagd.

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