Bayern Munich President Uli Hoeness arrives for the annual shareholders meeting of the German Bundesliga first division soccer club in Munich November 15, 2012. REUTERS/Michaela Rehle (GERMANY - Tags: BUSINESS SPORT SOCCER HEADSHOT)

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Champions League
03/14/2013

Hoeneß: "Spielen schönen Dreck"

Der Bayern-Präsident sprach von einem Negativtrend beim Bundesliga-Tabellenführer.

Uli Hoeneß war aufgebracht. Beim Bayern-Präsidenten war nach der 0:2-Heimniederlage gegen Arsenal jegliche Vorfreude auf die Auslosung der Viertelfinalspiele in der Champions League verflogen. "Wir spielen seit drei Wochen schönen Dreck", schimpfte Hoeneß am Mittwochabend nach der ersten Niederlage der Bayern 2013 in den Katakomben der Münchner Arena.

Auch der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge sprach von einem "Warnschuss" für den designierten deutschen Meister: "Wir können von Glück sagen, dass wir in London ausreichend Tore erzielt haben." Dank des 3:1-Hinspielsieges reichten die Treffer von Olivier Giroud (3. Minute) und Laurent Koscielny (86.) für Arsenal im Achtelfinal-Rückspiel nicht. Trotzdem war Gäste-Trainer Arsène Wenger "sehr stolz" auf seine Team, das sich rehabilitieren konnte.

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Hoeneß ermahnte dagegen die Münchner Profis. "Wenn wir so wie heute spielen, gewinnen wir gegen keinen", zürnte er. Der Präsident sprach im ZDF von einem Negativtrend beim Bundesliga-Tabellenführer, der schnellstens gestoppt werden müsste: "Wir haben seit einigen Wochen, ob in Hoffenheim, gegen Düsseldorf oder heute, nicht mehr so gut gespielt. Wenn die Mannschaft jetzt die richtigen Konsequenzen zieht, dann ist es noch fünf vor Zwölf. So gewinnen wir jedenfalls nichts in der Champions League."

"Heiteren Sonnenschein-Welt"

Jupp Heynckes mochte mit seinem Team, dem in der Offensive die Impulse des verletzten Frank Ribéry fehlten und im Mittelfeld die ordnende Hand des gesperrten Bastian Schweinsteiger, nicht so hart ins Gericht gehen. "Sie hat nicht agiert wie gewohnt. Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen." Nationalspieler Thomas Müller ordnete die Schlappe als rechtzeitigen Schuss vor den Bug ein: "Es ist ganz gut jetzt, dass wir mal wieder einen Dämpfer haben in unserer heiteren Sonnenschein-Welt." Im 37. Pflichtspiel der Saison erzielten die Münchner erstmals kein Tor.

Mit Blick auf die Auslosung an diesem Freitag äußerte Rummenigge die Hoffnung, "dass es kein deutsch-deutsches Duell" mit Borussia Dortmund geben möge. Weitere mögliche Bayern-Gegner neben dem BVB sind das spanische Trio FC Barcelona, Real Madrid und FC Malaga sowie Schalke-Bezwinger Galatasaray Istanbul, Paris St. Germain und Juventus Turin. Im Hinspiel Anfang April werden die Bayern ohne Javi Martínez antreten müssen, der gegen Arsenal die dritte Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb sah und gesperrt zuschauen muss.

Bayern zittern sich ins Viertelfinale

Rückblick auf Dienstag: Barcelona stellt mit einem frühen Führungstor die Weichen zur Aufholjagd gegen Milan.
Mittwoch: Arsenal gelingt in München bereits nach drei Minuten das 1:0. Walcott passt zur Mitte, der Franzose Giroud staubt zur Führung ab. Das nächste Fußballwunder?

Nein, es gab keine weitere Sensation. Obwohl die erfolgsverwöhnten Bayern nach dem zweiten Treffer der Engländer nach 85 Minuten gehörig ins Schwitzen kamen. Arsenals 2:0-Sieg war eine Überraschung, ein Wunder verhinderte aber die Auswärtstorregel nach Bayerns 3:1-Sieg in London.

Bayern spielte nach dem frühen 0:1 nur zwischendurch wie Bayern. Kroos scheiterte am polnischen Goalie Fabianski, Müller traf nur die Außenstange. Die Münchner gewannen vor der Pause 71 Prozent der Zweikämpfe, aber der Offensivmotor stotterte etwas. Und Arsenal?

Von der 4. bis zur 45. Minute beispiellos ungefährlich. Nach der Pause sah es kaum anders aus, die Bayern, bei denen Alaba durchspielte, drückten auf den Ausgleich, Robben lief alleine auf Fabianski zu und scheiterte. Aber auch Arsenal erinnerte sich daran, dass das 1:0 nichts bringt. Gervinho vergab eine Topmöglichkeit. Die dritte Chance brachte das zweite Tor: Koscielny köpfelte nach einem Eckball ein. Zu spät. Es blieb beim 0:2. Es war erst die dritte Niederlage der Münchner in dieser Saison, bei BATE Borisow gab es in der Gruppenphase ein 1:3, in der Bundesliga verlor man zuhause gegen Leverkusen 1:2.

Malaga wirft Porto raus

Malaga kam im Hinspiel vor zwei Wochen in Porto zu kaum einer Torchance und verlor nur 0:1. Es reichte – der 20-jährige Isco und der ehemalige Bayern-Spieler Roque Santa Cruz erzielten die Treffer zum 2:0-Sieg. Die Spanier jubeln, der bislang größte Erfolg der Andalusier war der Sieg im Intertoto-Cup 2002 gewesen.

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