Sport | Fußball
03.10.2018

Gericht wies Meineid-Anklage gegen Modric zurück

Eine Begründung des Urteils wurde allerdings nicht bekanntgegeben.

Die im vergangenen März erhobene Anklage gegen FIFA-Weltfußballer Luka Modric wegen einer mutmaßlichen Falschaussage ist laut Auskunft des Amtsgerichts in Zagreb vom Mittwoch an die Agentur Reuters zurückgewiesen worden. Eine Begründung des Urteils wurde allerdings nicht bekanntgegeben.

Der Internationale war beschuldigt worden, im Zuge des Korruptionsprozesses gegen den kroatischen Fußball-Funktionär Zdravko Mamic falsche Angaben gemacht zu haben. Modric hatte die Vorwürfe des Meineids von sich gewiesen. Laut lokalen Medien habe das Gericht die Anklage abgewiesen, weil diese "verfrüht" eingebracht worden ist. Der Staatsanwalt kann gegen diese Entscheidung aber noch Berufung einlegen.

Veruntreutes Geld

Erst Mitte September war auch der bei Liverpool spielende Vizeweltmeister Dejan Lovren wegen Falschaussage angeklagt worden. Er habe im Korruptionsprozess um Mamic gelogen, erklärte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch und erhob Anklage beim Landgericht der im Osten gelegenen Stadt Osijek.

Das Gericht in Osijek hatte den langjährigen Vereinspräsidenten von Dinamo Zagreb im Juni zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Sein mitangeklagter Bruder Zoran wurde zu vier Jahren und elf Monaten verurteilt. Das Brüderpaar habe bei zahlreichen Spielertransfers insgesamt 128 Millionen Kuna (ca. 17,2 Mio. Euro) veruntreut, begründete das Gericht seinen Schuldspruch. Zdravko Mamic hatte sich dem Strafantritt durch die Flucht nach Bosnien-Herzegowina entzogen. Er wird nicht ausgeliefert, weil er auch einen Pass des Nachbarlandes besitzt.