Sport | Fußball
21.12.2017

Nach 1. Pleite verspricht Stöger Offensiv-Fußball

"Die Taktik von BVB-Trainer Peter Stöger war mutlos", schrieb "Bild"-Sportchef Straten.

Nun kam sie also doch, die erste Niederlage für Peter Stöger unter Schwarz-Gelber Fahne nach zwei Liga-Siegen. Die Dortmunder unterlagen phasenweise überragenden Bayern im Achtelfinale des DFB-Pokals mit 1:2. Dabei war das Ergebnis noch schmeichelhaft.

"Die Bayern waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft", meinte Peter Stöger nach seiner unliebsamen Premiere. Die Leistung seiner Mannschaft vor der Pause ärgerte den Wiener: "Wie wir in der ersten Hälfte gespielt haben, kann man nicht gewinnen – und hier in München schon gar nicht."

Neben der fehlenden Passgenauigkeit kritisierte Stöger auch das Zweikampfverhalten und die Körpersprache seiner Spieler. Nach einer Kabinenpredigt habe seine Mannschaft dann besser gespielt. "Ich bin zufrieden, dass wir eine Reaktion gezeigt haben. In der ersten Hälfte war der Mut nicht da", sagte der 51-Jährige.

Kritik an Stöger

In deutschen Medien wurde erstmals Kritik laut. "Die Taktik von BVB-Trainer Peter Stöger war mutlos", schrieb Bild-Sportchef Walter M. Straten in einem Kommentar. Sich in München stumpf hinten reinzustellen, bedeute Kapitulation: "So stögerlich darf man nicht in München antreten mit dem Anspruch von Dortmund, die Nummer zwei im Lande zu sein." Die siegreichen Bayern hatten nach einer tollen ersten Hälfte noch um den Aufstieg zittern müssen, der Schwede Isak ließ kurz vor Schluss die große Ausgleichschance aus.

Wie gehts weiter in Dortmund? "Unsere Aufgabe wird sein, Spielrhythmus reinzubringen", sagte Stöger. Für die Rückrunde verspricht der ehemalige Austria-Trainer jedenfalls attraktiven Fußball. "Es wird offensivorientierter Fußball sein, weil wir viele Jungs in unseren Reihen haben, die richtig gut kicken können", erklärte er.