Sport | Fußball
25.10.2018

Nächste Machtdemonstration von Salzburg in Europa League

Salzburg lässt Rosenborg Trondheim keine Chance und gewinnt auch das dritte Gruppenspiel.

Der Rekordteilnehmer setzt den Erfolgslauf in der Europa League fort: Im dritten Gruppenspiel gab es für Salzburg mit einem 3:0 gegen Rosenborg Trondheim den dritten Sieg. So erfolgreich war Österreichs Meister auch schon 2009 und 2013 in den Bewerb gestartet.

Trainer Rose hatte im Vergleich zum 3:1 im zweiten Gruppenspiel gegen Celtic Glasgow vor drei Wochen zwei Veränderungen vorgenommen. Der Norweger Gulbrandsen durfte statt des Japaners Minamino gegen seine Landsleute stürmen. Im linken Mittelfeld begann statt Teamspieler Schlager Ex-Teamspieler Junuzovic.

Bei Rosenborg stand Ex-Arsenal-Spieler Bendtner erstmals in einem Europa-League-Gruppenspiel in der Startelf. Der niederländische Trainer Coolen nahm einige Umstellungen vor. Denn für Tabellenführer Trondheim steht am Sonntag in Norwegens Ganzjahressaison das entscheidende Spiel im Titelkampf gegen Verfolger Brann Bergen an.

Das Heimspiel begann für Österreichs Tabellenführer besser als jenes gegen die Glasgower. Denn Celtic war ja schon mit dem ersten Angriff in Führung gegangen. Gegen Rosenborg hatten die Salzburger nach einer zehnminütigen Einspielphase alles im Griff.

Großer Druck

Chancen sollten sich ebenfalls ergeben, jedenfalls schneller als gegen Celtic. Nach einem Lainer-Querpass kam Wolf aus toller Position zum Schuss, traf aber das Tor nicht (13.). Sekunden danach zwang Junuzovic Keeper Hansen mit einem Freistoß zu einer starken Parade.

Eine Salzburger Führung war nur eine Frage der Zeit, auch weil die Gäste im Aufbauspiel extrem viele Fehler begingen. Nach so einem fiel auch das 1:0: Haidara kam an den Ball, spielte den freistehenden Lainer an. Dessen Flanke erwischte Gulbrandsen per Kopf zunächst nicht richtig, der dahinter stehende Dabbur umso besser. Der Israeli erzielte per Kopf seinen vierten Treffer in dieser Europa-League-Saison (34.).

Wolf-Solo

Zwar deutete Rosenborg durch einen Levi-Weitschuss, den Keeper Walke nur mit Mühe abwehren konnte, Gefährlichkeit an (36.). Aber Salzburg kam durch Wolf (37.) und Gulbrandsen (43.) vor der Pause dem 2:0 näher als die Gäste dem Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel war es umgekehrt: Zunächst fand Gulbrandsen eine Chance vor (48.), kurz danach Wolf. Diese ließ sich der Steirer nicht entgehen: Ein Solo schloss er mit einem scharfen, aber nicht unhaltbaren Schuss ab – 2:0 (53.).

Nun war der Widerstand endgültig gebrochen: Dabbur erhöhte aus einem Elfmeter auf 3:0 (59.). Hovland hatte Haidara im Strafraum ungeschickt umgestoßen.

Danach bot Salzburg den mehr als 20.000 Zuschauern ein Offensivspektakel der besonderen Art. Nur auf den Endzweck wurde vergessen. Trotzdem bedankten sich die begeisternden Fans mit Szenenapplaus und der Welle.

Mit dem 3:0 machten die Salzburger den nächsten Schritt Richtung Qualifikation für die Runde der letzten 32. Da es aber im Parallelspiel einen Sieger gab (Leipzig gewann gegen Celtic), kann der Leader der Gruppe B im Rückspiel in zwei Wochen in Norwegen aber noch nicht aus eigener Kraft den Aufstieg fixieren.