epa03824763 Germany's goalkeeper Manuel Neuer on the bottom after Paraguay's Wilson Pittoni scores the 2-0 during the international friendly soccer match between Germany vs Paraguay at the Fritz-Walter-Stadium in Kaiserslautern, Germany, 14 August 2013. EPA/ROLAND HOLSCHNEIDER

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Fußball
08/15/2013

Spott und Häme für Löws Männer

Nach dem 3:3 gegen Paraguay waren die deutschen Medien sehr einfallsreich.

Deutschland ist nicht ganz dicht“. Das schreibt zumindest die Hamburger Morgenpost. Gemeint hat die Zeitung die deutsche Defensive, die gegen Paraguay vor der Pause drei Gegentreffer kassierte. Lars Bender rettete Österreichs nächstem WM-Qualifikationsgegner (6. September in München) in Kaiserslautern noch ein 3:3-Remis.

Weitere Auszüge aus Zeitungsmeldungen in Deutschland nach dem Unentschieden gegen die Nummer 48 der Welt: „Es bleibt wacklig“, „Tag des offenen Tores“, „Wie auf dem Schulhof“.

Im mit 47.522 Fans ausverkauften Fritz-Walter-Stadion hatte Löw noch laut fluchend und wild gestikulierend das erneute Schwimmfestival in Deutschlands Defensive verfolgt. Später verhinderten zumindest die unfreiwillige Einwechslung von Lars Bender, der den am Rücken verletzten Ilkay Gündogan sehr gut ersetzte, und mehr Konzentration die ganz große Blamage zu Beginn der WM-Saison.

Aber die beiden Gegentreffer in den ersten 13 Minuten stimmten bedenklich – schneller war das DFB-Team zuletzt im März 2006 beim 1:4 in Florenz gegen Italien unter die Räder gekommen. „Wir haben in der Anfangsphase viele Konzentrationsfehler gemacht, elementare Fehler. So dürfen wir gegen Österreich nicht auftreten, und schon gar nicht bei einer Weltmeisterschaft.“
Respekt

Das sieht auch Tormann Manuel Neuer so. „Gegen Österreich dürfen wir uns solche Fehler nicht erlauben.“ Trotzdem sah er etwas Positives an diesem Fußball-Missgeschick: „Dadurch, dass wir zurückgekommen sind, hat man gesehen, dass wir einen Arsch in der Hose haben.“ Recht aufmuntern konnte sich der Bayern-Goalie mit dieser Weisheit aber auch nicht: „Das Einzige, was okay war, ist, dass es kein wichtiges Spiel war.“

Paraguay bereitete den Deutschen Probleme

Mit einer Leistung wie jener gegen Griechenland wird Österreich in der WM-Qualifikation am 6. September in München gegen Deutschland eine auf den Hut bekommen. Und das, obwohl selbst die Deutschen nicht unverwundbar sind, wie sich Mittwoch in Kaiserslautern zeigte.

Noch bevor die Männer von Joachim Löw gegen Paraguay so richtig im Spiel angekommen waren, lagen sie bereits zurück: 0:2 nach 13 Minuten. Gündogan (18.) und Müller (31.) stellten auf 2:2, ehe Paraguay durch Samudio (45.+1) noch vor Seitenwechsel erneut in Führung ging. In Halbzeit zwei hatten die Deutschen die Partie besser im Griff und kamen durch Lars Bender noch zum Ausgleich (75.). Mehr als ein 3:3-Remis war am Ende allerdings nicht drin für Österreichs großen Nachbarn.

Einen besseren, ja nahezu perfekten Tag erwischte Zlatan Ibrahimovic gegen Norwegen. Schwedens Superstar erzielte beim 4:2-Sieg von Österreichs Gruppengegner in Solna alle vier Treffer der Schweden im skandinavischen Duell. Ein Hattrick war aber nicht dabei. Ibrahimovic brachte die Schweden zunächst mit einem Doppelpack (2., 28.) in Führung. Noch vor der Pause schafften die Gäste den Ausgleich, ehe nach Seitenwechsel (57., 75.) abermals der Star von Paris St-Germain zuschlug.

Irland und Wales trennten sich in Cardiff torlos. Im 111. Länderspiel zwischen England und Schottland siegten die Engländer 3:2.

Eine Sensation gab es in Basel, wo die Schweiz einen 1:0-Sieg über Brasilien feierte. Den Sieg bescherte den Eidgenossen ein Eigentor von Barcelonas Dani Alves (48.).

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