Keine Tore aber ein Verletzter bei Austria gegen WSG Tirol

Eine Spielszene von Austria gegen WSG Tirol.
Die Austria enttäuschte beim 0:0 gegen die WSG. Manprit Sarkaria musste mit einer Knieverletzung raus.

Eigentlich hatte man sich in Favoriten auf ein munteres Duell zweier Mannschaften mit Selbstvertrauen freuen können. Die Austria hatte zuletzt zwei Mal gewonnen, allerdings gegen die beiden letzten Teams der Tabelle. Die Tiroler blieben ihrerseits vier Spiele ohne Niederlage und konnten vor einer Woche sogar Salzburg 3:2 besiegen. Doch es waren vor allem die Gäste aus dem Westen, die zu Beginn mutig drauflos spielten. 

Bei der Austria kehrte Dejan Radonjic in die Abwehrkette zurück. Der 20-Jährige spielte statt Philipp Wiesinger, der aus privaten Gründen nicht dabei war. 

Müde erste Halbzeit

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt wurde den 13.000 Zuschauern erst nach 17 Minuten warm ums Herz. Da kam die Austria erstmals vor das Tor, der Kopfball von Taeseok Lee ging aber weit vorbei. Der einzige Fan im Auswärtssektor konnte durchatmen. Die WSG bestimmte das Geschehen, die Violetten konterten im eigenen Stadion. Mit einem 0:0 ging es in die Kabinen.

Austrias Barry heizte das Spiel nach dem Seitenwechsel etwas an. Zuerst lieferte er sich mit Boras ein Privat-Duell (beide Gelb), dann donnerte er aus 12 Metern drüber. Auf der anderen Seite musste Austria-Tormann Sahin-Radlinger bei einem Fernschuss von Naschberger eingreifen. Die Partie nahm Fahrt auf, zweimal rettete  WSG-Tormann Stejskal gegen Ranftl. Doch es blieb beim torlosen Spiel. Fraglich, ob sich die Austria darüber freuen kann, zumindest bis Sonntag auf Rang drei  zu liegen.

Der nächste Verletzte

Bitter für die Wiener: Manprit Sarkaria blieb nach einem Zusammenstoß mit Böckle liegen und musste mit dick bandagiertem Knie abtransportiert werden (63.). Eine genaue Diagnose blieb vorerst noch aus. Der 29-Jährige ist jedenfalls  der nächste Verletzte in einer ganzen Reihe von Ausfällen bei der Austria. 

Last-Minute-Sieg von Ried

Die SV Ried fand gegen Wolfsberg gut in die Partie und dominierte die erste Halbzeit. Allerdings war der Abschluss oft zu halbherzig, der letzte Pass zu ungenau. Vom WAC hingegen kam überhaupt nur eine einzige gefährliche Aktion vor dem Rieder Tor in der ersten Hälfte. In dieser Tonart ging es dann auch weiter. 

Nach einer Ecke in der Schlussphase hatte Ried allerdings Glück, dass der Kopfball von Piesinger nicht in ihrem Tor landete. Pomer konnte gerade noch auf die Latte ablenken (85.). Absolut verdient traf schließlich aber Mutandwa nach weitem Einwurf und Verlängerung von Sollbauer volley zum 1:0-Endstand für Ried (93.). Der WAC kassierte damit die zweite Niederlage unter Trainer Atalan

GAK macht wichtige Punkte am Tabellenende

Das Duell der Schlusslichter GAK und Blau-Weiß Linz begann mit sechsminütiger Verspätung. Als sich der Nebel lichtete, fiel bald der erste Schuss auf das Tor der Gäste. Nach einer scharfen Flanke von Maderner klärte GAK-Torhüter Baier noch. Doch nach Fehler in der Linzer Abwehr erzielte Murat Satin sehenswert das 1:0 (4.). Auch abseits des Tors hatten die Grazer das Spiel in ihrer Hand. In Minute 25 sorgte Satin mit einem Weitschuss wieder für Gefahr. 

Harakate stellte schließlich – wieder einmal – per Traumtor  auf 2:0 (75.).  Auch wenn Martin Moormann es mit einem nicht weniger sehenswerten Weitschusstor noch einmal spannend zu machen versuchte – am Ende sorgte Hofleitner per Foulelfmeter noch für den 3:1-Endstand (93.). 

Der GAK surft weiter auf seiner kleinen Erfolgswelle und macht wichtige Punkte auf den Tabellenletzten gut – der Aufsteiger liegt mittlerweile fünf Punkte vor Blau-Weiß. 

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