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13.05.2018

Admira krönte eine "super Saison" mit Europacup-Startplatz

"Wenn das vor der Saison jemand nur träumen hätte können, hätten wir ihn für verrückt gehalten", sagt Daniel Toth.

Die fünf Europacuptickets in der Bundesliga sind nach der 34. Runde vergeben. Die Admira schaffte am Samstag als letztes Team den Sprung ins internationale Geschäft, gibt in der Europa-League-Qualifikation nach einjähriger Pause ein Comeback. "Alles in allem war es für uns eine super Saison", zog Trainer Ernst Baumeister nach der Fixierung von Rang fünf zufrieden Bilanz.

Daniel Toth, der am Samstag sein Comeback gab, sah das im Sky-Interview ähnlich: "Unglaublich, Wahnsinnssaison. Wenn das vor der Saison jemand nur träumen hätte können, hätten wir ihn für verrückt gehalten. Wir sind überglücklich." Für Rang fünf reichte den Südstädtern ein glückliches 1:1-Heimremis gegen Mattersburg, der sich vor der Partie noch kleine Chancen auf den Europacup ausrechnen hatte dürfen.

"Die Leistung war nicht berauschend, wir haben ein bisschen zu ängstlich gespielt", sagte Baumeister. Das Glück war aber auf der Seite der Admira, die sich auch auf einen starken Tormann Andreas Leitner verlassen konnte. Über die Saison gesehen schnitt sie verdient als Fünfter ab. "Wenn man nach 34 Runden acht Punkte vor dem Nächstplatzierten ist, ist das kein Glück oder Zufall", verlautete Baumeister.

Viele Abgänge

Um für die internationalen Auftritte gerüstet zu sein wartet viel Arbeit. Die Abgänge von Markus Wostry (LASK), Markus Lackner (Sturm Graz) und Maximilian Sax (Austria) sind schon beschlossene Sache, weitere könnten folgen. "Wir müssen schon was holen, das wissen wir", erläuterte Baumeister. Die Arbeiten würden im Hintergrund auch laufen. "Wir sind darauf eingestellt, dass nächste Saison keine einfache wird", sagte der 61-Jährige.

Viel wird davon abhängen, wie es ihm gelingen wird, wieder eine schlagkräftige Truppe zu formen. Diese Saison hat er sich jedenfalls auch von zahlreichen Ausfällen nicht aus der Bahn werfen lassen. "Er ist ein alter Fuchs. Er kennt jeden in- und auswendig, schaut sich das ganz genau an. Er hat es sehr gut gemacht", kamen von Toth lobende Worte. Zum Abschluss warten noch die Spiele bei Sturm Graz und gegen St. Pölten. "Die Luft ist derzeit schon etwas draußen, wir sind körperlich und geistig müde, wollen uns aber noch einmal gut verkaufen", sagte Leitner.

Das ist auch das Ziel der Mattersburger in Salzburg und gegen den LASK. "Wir können mit der Saison sehr zufrieden sein, wir haben bis drei Runden vor Schluss noch theoretische Chancen auf einen Europacupplatz gehabt", zog Gerald Baumgartner zufrieden Bilanz. Zudem war im Cup erst im Halbfinale gegen Salzburg Endstation.