Erwin Hoffer kam 2009 um fünf Millionen Euro von Rapid zu Napoli.

© DIENER / Sportmedia / De Martino

Sport Fußball
10/22/2019

Ex-Napoli-Legionär Hoffer: "Ich bekomme noch heute Gänsehaut"

Hoffer spielte vor zehn Jahren eine Saison bei Salzburgs Gegner Napoli. Für Mittwoch erwartet der Stürmer eine enge Partie.

von Alexander Huber

Es ist das nächste Festspiel in der Red-Bull-Arena. Der SSC Neapel, nach Juventus Turin seit Jahren Italiens Nummer zwei, ist am Mittwoch im dritten Gruppenspiel der Champions League zu Gast. Der KURIER befragte Ex-Napoli-Legionär Erwin Hoffer zum Hit.

KURIER: Wie schätzen Sie die Chancen von Salzburg ein?

Erwin Hoffer: Das Spiel wird sehr ausgeglichen sein. Ich denke, wer zuerst ein Tor erzielt, wird auch die Partie für sich entscheiden. Für Österreich wünsche ich mir einen Sieg von Salzburg, wobei ich im Herzen noch Neapel nahe bin und die Daumen drücke.

Welche Erinnerung an Neapel ist zehn Jahre danach für Sie noch am stärksten?

Wenn ich daran zurückdenke, fällt mir spontan die Fankultur dort ein. Ich hatte nicht viele Einsätze, aber egal, wohin ich gegangen bin, die Leute kannten einen. Sie fragten immer, wie es meiner Familie geht. Das war sehr beeindruckend. Auch das Stadion hat eine einzigartige Atmosphäre, die man nur nachempfinden kann, wenn man sie selbst erlebt hat.

Waren Sie danach nochmals dort?

Ja, wir haben einige Jahre danach einmal einen spontanen Trip nach Neapel gemacht, und es wird auch nicht der Letzte gewesen sein. Ich verbinde mit dieser Stadt den größten Schritt meiner Karriere. Somit werde ich immer mit ihr verbunden sein.

Ist die Pizza in Neapel wirklich die Beste?

Kurze Antwort: Ja!

Wie stark war die Liebe zu Diego Maradona noch präsent in der Stadt?

Sehr stark! Seine Bilder waren an jeder Wand, in jedem Restaurant und an jeder Straßenecke zu sehen.

Sie wurden 2009 mit einer großen Show samt Hubschrauber und Jacht präsentiert. War das in Ihrer Karriere das größte Drumherum?

Ich glaube schon. Die Italiener leben und erleben den Fußball ganz anders. Wenn ich drüber nachdenke, bekomme ich noch heute Gänsehaut.

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Können Sie sich noch an Ihr Tor für Neapel erinnern?

Ja, ganz genau. Es war mein erstes Pflichtspiel in Italien und mir ist gleich ein Kopfballtor gelungen. Marek Hamsik hat mir an diesem Tag gesagt, dass ich heute eines schießen werde. Nach dem Tor ist er auf mich zugerannt und hat nur gelacht.

Haben Sie die Serie „Gomorrha“ gesehen? Ist sie Ihnen realistisch vorgekommen?

Ich hab die Serie nicht gesehen, aber kurz nach meinem Wechsel habe ich angefangen, das Buch zu lesen. Ich habe es nach den ersten Kapiteln aber beiseitegelegt. Mich haben schon genug Dinge verunsichert, die da passiert sind, in denen Fußballer-Frauen involviert waren.

Ist einer Ihrer ehemaligen Kollegen noch beim Verein?

Mit Marek Hamsik hat im Februar der Letzte von damals den Verein verlassen. Wer schon noch bei Napoli ist, ist der Zeugwart. Ich sehe mir sehr häufig seine Instagram-Stories an. Und ich weiß: Er macht von allen den besten schwarzen Kaffee.

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