In Linz wird gefeiert.

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Sport Fußball
08/16/2019

Europacup: Der LASK fliegt hoch, die Austria hingegen tief

Erste Bilanz: Während die Linzer eine historische Chance haben, enttäuschten die Wiener wie auch Sturm Graz auf allen Ebenen.

Mit hängenden Köpfen schlichen die Austrianer am Donnerstagabend aus dem Nationalstadion Zyperns in Nikosia. Gegen Apollon Limassol kam schon in der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation das Aus. Auf eine 1:2-Heimniederlage folgte eine 1:3-Niederlage im Rückspiel.

Erstmals seit 2010 – damals im Europa-League-Play-off gegen Aris Saloniki (0:1, 1:1) – haben die Wiener in einem K.-o.- Duell den Kürzeren gezogen.

Das ist aber nicht die einzige interessante Statistik rund um die bisherige Europacup-Saison aus österreichischer Sicht ...

0 Mannschaften

aus der Bundesliga sind in der letzten Qualifikationsrunde der Europa League dabei und damit erstmals überhaupt, seit der UEFA-Cup-Nachfolgebewerb im Jahr 2009 aus der Taufe gehoben worden ist. Es ist aber auch das erste Mal, dass ein Bundesliga-Klub fix in der Europa-League-Gruppenphase dabei ist: Der Wolfsberger AC darf sich also über das Startgeld in Höhe von immerhin 2,92 Millionen Euro freuen.

2 Punkte

holte der LASK mit den beiden Siegen gegen den FC Basel in der Champions-League-Qualifikation für das UEFA-Länderranking. Das sind schon jetzt doppelt so viele wie Austria und Sturm Graz in der Europa-League-Qualifikation zusammen gemacht haben. Die Wiener beendeten die Europacup-Saison mit zwei Niederlagen, Sturm mit einem Sieg und einer Niederlage.

3 Vereine

aus der Bundesliga stehen in der Gruppenphase. Salzburg ist fix in jener der Champions League, der WAC fix in jener der Europa League. Der LASK spielt im Play-off am 20. August (21 Uhr/Linzer Stadion) und am 28. August gegen Club Brügge um den Einzug in die Champions League. Sollten die Linzer scheitern, würde es in der Gruppenphase der Europa League weitergehen. Mehr als drei Gruppenstarter gab es bisher nur einmal: 2009 vertraten Salzburg, Austria, Rapid und Sturm Graz die Bundesliga in der ersten Auflage der Europa League.

4 Niederlagen

in Serie haben die Bundesliga-Klubs im Europacup gegen Teams aus Zypern kassiert. Sturm Graz verlor vor einem Jahr gegen AEK Larnaka 0:2 und 0:5, die Austria in diesem Jahr gegen Apollon Limassol 1:2 und 1:3. Trotzdem ist Österreichs Bilanz gegen die Klubs aus dem Mittelmeer-Inselstaat im Europacup mit 11:9 Siegen noch immer positiv.

6 Jahre

sind vergangenen, seitdem zuletzt ein Bundesliga-Klub in der Champions League dabei war. Die Austria holte in einer Gruppe mit Atlético Madrid, FC Porto und Zenit St. Petersburg immerhin fünf Punkte. In dieser Saison ist sogar eine Premiere möglich: Erstmals könnten zwei Bundesliga-Klubs gleichzeitig in der Champions-League-Gruppenphase spielen. Meister Salzburg ist ja fix dabei. Vizemeister LASK hat nun im Play-off gegen Club Brügge aus Belgien die Chance, sich ebenfalls zu qualifizieren.

8 Jahre

wartet Sturm Graz nun schon auf eine Teilnahme an einer Europacup-Gruppenphase. 2011 wurde Österreichs bisher erfolgreichster Verein in der Champions League in einer Europa-League-Gruppe mit Anderlecht, Lok Moskau und AEK Athen mit nur einem Sieg Letzter. Dafür haben die Grazer in diesem Jahr wenigstens den Heimfluch beendet: Das 2:1 gegen Haugesund war der erste Europacup-Sieg in Graz-Liebenau nach acht Jahren. Für den Aufstieg war das Resultat gegen die Norweger allerdings zu wenig, nachdem das erste Duell in der zweiten Qualifikationsrunde der Europa League 0:2 verloren gegangen war.

2014

war zuletzt kein Wiener Klub in einer Europacup-Gruppenphase dabei. Rapid hatte sich nicht einmal für die Qualifikation qualifiziert. Die Austria scheiterte schon beim ersten Antreten. Vor drei Jahren waren noch beide Bundesliga-Vereine aus Wien gleichzeitig in der Gruppenphase der Europa League dabei. Die Austria wurde 2016 hinter AS Roma, Astra Giurgiu und Viktoria Pilsen Gruppenletzter, Rapid belegte hinter Genk und Athletic Bilbao, aber vor Sassuolo den dritten Gruppenrang.

27,438 Millionen Euro

an UEFA-Prämien hat Salzburg jetzt schon fix in der Tasche, bevor das erste Spiel in der Champions League am 17. oder 18. September angepfiffen wird. Zu den 15,25 Millionen Startgeld kommen zumindest 12,188 Millionen aus dem sogenannten Koeffiziententopf. Aus diesem könnten noch weitere 2,216 Millionen kommen, sollten sich Ajax Amsterdam (gegen APOEL Nikosia) und Olympiakos Piräus (gegen FK Krasnodar) im Play-off nicht durchsetzen. Sollte hingegen einer der beiden Klubs ausscheiden, würde Salzburg weitere 1,108 Millionen kassieren.