Kevin Kampl erzielte für Salzburg den wichtigen Ausgleich in Giurgiu. Am Ende gab es einen 2:1-Erfolg in Rumänien.

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Europa League
10/03/2014

Salzburg holt sich in Rumänien Selbstvertrauen

Nach dem 2:1 bei Giurgiu geht der Meister als punktgleicher Gruppenerster in die dreiwöchige Europacup-Pause.

von Stephan Blumenschein

Auswärtsspiele in der Europa League - eine Disziplin, die die Salzburger durchaus beherrschen. Die letzte Niederlage setzte es vor über zweieinhalb Jahren in Charkiw. Damals, im Frühjahr 2012, war sogar noch Ricardo Moniz Trainer. Der hat seitdem mit Ferencvaros Budapest, Lechia Gdansk und 1860 München schon drei andere Klubs trainiert.

Das 2:1 am Donnerstag bei Astra Giurgiu war der sechste Sieg in den vergangenen sieben Auswärtsspielen in der Europa League, nur beim FC Basel reichte es im Frühjahr nur zu einem 0:0. Für Adi Hütter war es der erste Europacup-Auswärtssieg als Trainer überhaupt nach den Niederlagen bei Karabach Agdam und in Malmö, der noch dazu Platz 1 in Gruppe D nach dem zweiten Spieltag brachte.

Arbeitssieg

"Es war ein Arbeitssieg, ein wichtiger Sieg. Wir freuen uns über die Tabellenführung", sagte Hütter, der mit dem Spiel seiner Mannschaft aber nicht restlos zufrieden war: "Die Leistung in den ersten 25, 30 Minuten war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Astra hat uns über die Seiten aufgemacht. Nach dem 1:1 und dem 2:1 haben wir dann mehr Ruhe gehabt. In der zweiten Hälfte waren wir die bessere Mannschaft, ohne groß zwingend zu sein.“

Salzburg benötigte im halbleeren Kleinstadion in der rumänisch-bulgarischen Grenzstadt eine 30-minütige Anlaufzeit, bis man ins Spiel gefunden hatte: „Die erste halbe Stunde hat mir nicht gefallen. Der Gegner war kompakt und bissig, hat direkt gespielt. Das hat uns Probleme bereitet. Im eigenen Ballbesitz haben wir nicht die Ruhe gehabt. Wir haben unnötige Ballverluste gehabt. Das haben wir aber im Lauf des Spiels in den Griff bekommen“, analysierte Hütter die Schwächeperiode.

"Wir hatten uns vorgenommen wie gegen Rapid kompakt zu spielen, haben uns aber uns aber ein bisserl zu passiv verhalten und uns auseinander ziehen lassen", sagte Teamspieler Valentino Lazaro, der wieder in der ungewohnten Rolle als Außenverteidiger spielen musste: "Ich habe selbst etwas verloren gewirkt am Anfang. Das ist eine super Erfahrung. Ich bin schon lange in der Mannschaft und oft nicht zum Zug gekommen. Es freut mich natürlich, wenn ich spiele.“

Erfolgsserie

Nach einem schwachen September hat der Oktober also für Salzburg mit einem Sieg begonnen, dem dritten in Serie nach den Erfolgen beim Sportklub (Cup) und Rapid (Bundesliga): „Wir haben eine kleine Krise gehabt, da laufe ich nicht davon. Wie sich die Mannschaft innerhalb einer Woche in die Spur gekämpft hat, das hat mir imponiert. Das freut mich für die Mannschaft", meinte Hütter.

Und auch Stefan Ilsanker sprach die positive Entwicklung nach zuvor fünf sieglosen Spielen inklusive dem Ausscheiden in der Champions-League-Qualifikation an: "Es ist viel auf uns draufgehaut worden. In den Köpfen ist das auch nicht so leicht zu verarbeiten. Aber ich denke, mit jedem Sieg wird es etwas leichter. Es wird besser und besser. Irgendwann werden wir dann wieder sehr gut sein."

Und Kollege Andreas Ulmer fügte hinzu: "Wir haben jetzt eine gute Bilanz, das ist auch gut fürs Selbstvertrauen. Da wollen wir jetzt auch in der Liga anknüpfen." In dieser steht am Sonntag das Heimspiel gegen Wiener Neustadt auf dem Programm.

Dreikampf

In der Europa League ist nun drei Wochen Pause, am 23. Oktober geht es für die Salzburger mit dem Heimspiel gegen Dinamo Zagreb weiter. Nach zwei Spieltagen läuft in Gruppe D alles auf einen Dreikampf um die zwei Aufstiegsplätze hinaus.

Das glauben auch die beiden Trainer des Donnerstag-Spieles: "Salzburg, Celtic und Zagreb sind drei starke Mannschaften, da ist es ausgeglichen. Wir sind der Außenseiter in dieser Gruppe. Wir müssen realistisch sein, so groß sind unsere Chancen nicht", sagte Astra-Trainer Daniel Isaila. Auch Hütter glaubt daran: "Man kann in der jetzigen Situation davon ausgehen, dass es sich zwischen diesen drei Mannschaften entscheiden wird."

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