Jonathan "Triplepack" Soriano.

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Europa League
09/19/2013

Salzburger Spaziergang zum Start

Die Bullen fertigen in der Europa League Elfsborg mit 4:0 ab. Soriano trifft dreifach.

von Stephan Blumenschein

Salzburg war mit einem klaren Auftrag in die Gruppenphase gestartet. Und dieser wurde erfüllt: Gegen einen in jeder Hinsicht limitierten schwedischen Meister Elfsborg wurde ein ungefährdeter 4:0-Heimsieg gefeiert. Es ist der höchste Salzburger Erfolg in einer Europa-League-Gruppenphase.

Trainer Roger Schmidt war natürlich zufrieden: "Das war ein optimaler Auftakt. Die Mannschaft hat gegen einen extrem defensiven Gegner Geduld bewiesen und ist dafür belohnt worden." Auch vom Gegner gab es Lob. "Salzburg war in allen Belangen besser. Wir sind mit dem Tempo nicht mitgekommen", meinte Elfsborg-Coach Jörgen Lennartsson.

Der Abend verlief für die Salzburger in jeder Hinsicht positiv. Die nur 7879 Zuschauer applaudierten schon lange vor dem Anpfiff. Denn Sportchef Ralf Rangnick verkündete zwei positive Nachrichten: Mit Torjäger Jonathan Soriano (bis 2017) und Kevin Kampl (bis 2018) konnten die Verträge vorzeitig um jeweils zwei Jahre verlängert werden.

Zeitfrage


Die Partie selbst begann, wie es die Salzburger erwartet hatten. Elfsborg konzentrierte sich nur auf die Defensive, einzig Mittelstürmer Nilsson hielt sich an der Mittellinie auf, der Rest verbarrikadierte den Strafraum. Die Salzburger waren praktisch immer in Ballbesitz, benötigten aber viel Geduld, denn Elfsborg machte in der Defensive keine Stellungsfehler.


Erst nach 17 Minuten Strafraumbelagerung ergab sich die erste Chance: Soriano schoss aus aussichtsreicher Position daneben.

Langsam schlichen sich aber auch ins Elfsborg-Spiel Fehler ein. Salzburg kam immer öfter in die torgefährliche Zone, das 1:0 war nur eine Frage der Zeit.

In der 36. Minute war es soweit: Kampl spielte Alan frei, der Brasilianer traf mit einem sehenswerten Schuss. Da applaudierte auch Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz. Und Salzburg setzte nach – mit Erfolg: Soriano stellte kurz vor der Pause aus einem Elfmeter, den Alan herausgeholt hatte, auf 2:0.

Nach dem Wechsel gingen es die Salzburger ruhiger an. Aber gerade in dieser Phase waren die Defizite der Schweden noch mehr zu erkennen als in der ersten Hälfte. Elfsborg konnte überhaupt keine Akzente setzen.

Nach 65 Minuten verspürten die Salzburger wieder Lust und zogen das Tempo an. Und sofort ergaben sich Torchancen, von denen der Spanier Soriano am Tag seiner Vertragsverlängerung zwei ausnützte (69., 79.).

Im Parallelspiel LüttichEsbjerg gab es eine Überraschung: Die Dänen siegten durch ein Last-Minute-Tor 2:1. Damit liegen die Salzburger nach Spieltag eins dort, wo man nach dem letzten liegen will: auf Platz eins.

Ergebnisse und Tabelle

Red Bull Salzburg - IF Elfsborg 4:0 (2:0)

Stadion Wals-Siezenheim, 7.879 Zuschauer, SR Leontios Trattou (CYP).

Tore:
1:0 (36.) Alan
2:0 (44.) Soriano (Elfmeter)
3:0 (69.) Soriano
4:0 (79.) Soriano

Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Ramalho, Rodnei (64. Hinteregger), Ulmer - Kampl (72. Berisha), Hierländer, Ilsanker, Mane - Alan, Soriano (81. Nielsen)

Elfsborg: Stuhr Ellegaard - J. Larsson, Jönsson, Holmen, Klarström - Ishizaki, Jörgensen (46. Rohden), Svensson, Hult (71. Bangura) - Nilsson (78. Keene), Beckmann

Gelbe Karten: Ramalho, Schwegler bzw. J. Larsson, Jörgensen, Ishizaki

Wir konnten ihr Tempo nicht mitgehen

Roger Schmidt (Salzburg-Trainer): "Ich bin sehr zufrieden, dass wir an die Spiele der Meisterschaft anschließen konnten. Das ist ein wichtiger Sieg auf dem Weg ins Sechzehntelfinale. Beeindruckend war vor allem die Art und Weise, wie die Mannschaft agiert hat, wie sie den Gegner permanent bearbeitet und Ruhe bewahrt hat. Wir haben das Spiel von der ersten Minute an in die Hand genommen und über 90 Minuten nur eine Möglichkeit zugelassen. Für die nächsten fünf Spiele ist das eine gute Basis."

Jonathan Soriano (Salzburg-Dreifachtorschütze): "Heute war ein guter Tag für uns. Es war wichtig, dass wir in der Europa League so gestartet sind. Es war ein gutes Spiel, aber es war nicht so einfach. Wir mussten 90 Minuten laufen und gegen den Ball arbeiten. Meine Tore sind wichtig für die Mannschaft und nicht für mich. Es ist wichtig, dass alle elf Spieler auf dem Platz zusammenarbeiten. Das hat gut funktioniert. Wir sind eine gute Mannschaft, ich bin sehr zufrieden."

Kevin Kampl (Salzburg-Mittelfeldspieler): "Eines unserer Erfolgsrezepte sind die vielen Ballgewinne weit vorne. Daher kommen wir zu zahlreichen Torchancen. Das macht uns so stark. Es ist ein enormer Teamgeist in der Mannschaft. Es ist eine kompakte, feste Gruppe. Jeder hat einen super Charakter. Wir wollen auf jeden Fall in der Europa League überwintern. Wenn wir so weiterspielen, ist das ganz klar realistisch."

Jörgen Lennartsson (Elfsborg-Trainer): "Wir wollten von vorne herein nicht so tief stehen, aber das war auch der Stärke von Salzburg geschuldet. Wir konnten ihr Tempo nicht mitgehen. Wir hatten Probleme mit der Spielverlagerung. Einige Spieler haben nicht die Tagesform erreicht. Das 2:0 kurz vor der Pause hat uns das Genick gebrochen. Wir können aus diesem Spiel nur unsere Lehren ziehen. Dass Esbjerg gegen Lüttich gewonnen hat, überrascht mich. Wir sind in dieser Gruppe Außenseiter, die anderen drei Teams sind auf gleicher Höhe Favorit. Wir werden uns in den nächsten Spielen sicher anders präsentieren."

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