12.09.2010 Huetteldorf , Fussball , Hanappistadion , Bundesliga, Rapid - Austria Steffen Hofmann , Aleksandar Dragovic. Copyright DIENER / Philipp Schalber Marktgasse 3-7/4/5/21 A-1090 Wien Telefax +43 1 955 32 35 Mobil +43 676 629 98 51 BA-CA Bank Nr. 12000 Account Nr. 00712 223 783 e-mail: agentur@diener.at Datenbank: www.diener.at

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Europa League
08/30/2013

Rapid gegen Dragovics Kiew, Salzburg nach Norden

Thun und Genk heißen die weiteren Gruppengegner Rapids. Salzburg trifft auf Lüttich, Elfsborg und Esbjerg.

Am Donnerstagabend gab es bei der Austria nach der Champions-League-Auslosung einige lange Gesichter. Nach dem erstmaligen Einzug in die Gruppenphase hatten sich die Wiener eigentlich andere Gegner gewünscht als den FC Porto , Atletico Madrid und Zenit St. Petersburg. Österreichs Meister geht als großer Außenseiter in die sechs Spieltage einer Gruppe, in der es drei andere Teams gibt, die sportlich auf einem Level sind.

Am Freitagmittag gab es bei zwei anderen österreichischen Vereinen nach der Europa-League-Auslosung zufriedenere Gesichter. Sowohl Salzburg als auch Rapid dürfen sich Chancen auf einen der ersten beiden Gruppenplätzen und damit das Überwintern im Europacup ausrechnen. Die Gegner sind zwar nicht besonders attraktiv, aber sportlich machbar.

Besonders Salzburg hatte Glück: Weder Standard Lüttich (Bel) noch Elfsborg (Sd) oder Esbjerg (Dän) gehören zu Europas Elite. Rapid trifft zwar mit Dinamo Kiew (Ukr) auf einen international renommierten Gegner, aber die beiden anderen Konkurrenten Genk (Bel) und Thun (CH) sollten durchaus in Reichweite liegen.

Die Antwort auf eine Frage wird auch interessant sein: Wer lockt bei den Heimspielen mehr Zuschauer ins Ernst-Happel-Stadion? Austria in der Champions League oder Rapid in der Europa League?

Das sind die Gegner der Bundesliga-Klubs:

Europa-Rundreise mit Hoffnung

Erleichtert wie noch nie als Rapid-Trainer präsentierte sich Zoran Barisic nach dem letztlich souveränen Aufstieg gegen Dila Gori: „Wenn das schiefgegangen wäre, hätten wieder alle alles infrage gestellt. Jetzt ist der Rucksack weg, wir stehen in der Gruppenphase und können uns weiterentwickeln.“

Für die Gruppe G mit Dynamo Kiew, Genk und Thun will Klubservice-Chef Andy Marek „die Rapid-Familie bewegen“: Direkt nach dem 3:0 in Tiflis wurde als Ziel ausgegeben, mehr Fans zu den Heimspielen in den Prater zu bekommen als die Austria in der Champions League.

Noch bis Montag könnte ein zusätzlicher Stürmer verpflichtet werden. Sportdirektor Helmut Schulte stand in Transferverhandlungen, ein Abschluss ist aber – auch mit dem Blick auf das erst seit Donnerstagabend ausfinanzierte Budget – nicht zu erwarten: „Wir haben vollstes Vertrauen in unseren Kader.“

Durch die europäische Schaub-Show wurden zumindest die größten finanziellen Sorgen gelindert. „1,8 bis 2,5 Millionen netto“ blieben bisher in den sechs Gruppenspielen laut Marek nach Abzug aller Spesen übrig.

Beim vierten Antreten in fünf Jahren soll noch mehr Geld fließen: Rapid gibt als optimistisches Ziel Platz zwei und damit den Aufstieg aus. Dadurch würde die UEFA neben der erhöhten Antrittsprämie auch so viele Punkteprämien wie nie überweisen.

Der KURIER stellt mit Dynamo-Verteidiger Aleksandar Dragovic („Ich bin der glücklichste Mensch der Welt. Für mich persönlich ist das eine richtig geile Gruppe“) die Gegner vor:

Dynamo Kiew
Der an Titeln erfolgreichste Klub Osteuropas hat nicht nur Dragovic eingekauft: Trainer Oleg Blochin durfte im Sommer 46 Millionen Euro für fünf Neue ausgeben. Im Play-off wurde Aktobe mit dem Gesamtscore von 8:3 besiegt. „Wir und Genk sind die Favoriten auf den Aufstieg“, weiß Dragovic, der in Kontakt mit Rapid-Talent Eldis Bajrami steht. Auf den Ex-Austrianer Dragovic wartet „ein absolutes Highlight, vor allem in Wien.“ Niko Kranjcar, der in Wien geborene Sohn von Rapid-Legende Zlatko, ist derzeit verletzt. Barisic war dabei, als 1996 gegen Kiew der Einzug in die Champions League geschafft wurde.

Genk
„Wir haben mit Basel zwei Mal Glück gehabt gegen die Belgier. Das ist eine sehr kompakte und gut organisierte Mannschaft“, erinnert sich der Teamverteidiger an die Unentschieden in der vergangenen Europa League. Beeindruckend ist die Transferbilanz des Fusionsklubs aus Flandern: Allein mit De Bruyne (Chelsea), Benteke (Aston Villa) und Courtois (Atletico) wurden seit 2011 26 Millionen Euro verdient. Trainer der Belgier, die im Play-off Hafnarfjördur mit 5:2 und 2:0 verabschiedeten, ist der frühere Innsbruck-Legionär Mario Been. Der Cupsieger verfügt zwar nicht über ein Promi-Team, ist aber mit einem besseren Kader als Rapid ausgestattet. „Außerdem haben sie mehr internationale Erfahrung“, weiß Barisic.

Thun
Nur gegen die Schweizer starten die Hütteldorfer als Favorit. „Unterschätzen darf man sie aber nicht. Vor allem, weil sie einen Kunstrasen haben“, warnt Dragovic vor seinem ehemaligen Liga-Gegner. „Wer Partizan Belgrad 3:0 besiegt, muss Qualität haben“, meint Barisic.

Ein Bekannter, zwei Unbekannte

Losglück hatten die Salzburger seit dem Einstieg von Red Bull eigentlich nie. Das scheint sich nun zu ändern. Nachdem schon der Play-off-Gegner Schalgiris Vilnius ein Glückslos war, stand Österreichs Tabellenführer auch in der Gruppenauslosung das Glück zur Seite. Standard Lüttich aus Belgien, Elfsborg Borås aus Schweden und Esbjerg fB aus Dänemark sind die Gegner in der Europa-League-Gruppenphase – auf den ersten Blick eine machbare Aufgabe.

Dieser Meinung ist auch Trainer Roger Schmidt. „Ich glaube, wir können zuversichtlich in die Spiele gehen“, sagt der Deutsche, der ein klares Ziel formuliert: „Wir wollen nicht nur dabei sein, wir wollen weiterkommen. Das sind gute Gegner, aber auch wir sind gut.“ Zufrieden zeigte sich auch Kapitän Jonatan Soriano. „Es ist eine gute Gruppe. Aber wir müssen Respekt haben. Für uns wird es wichtig sein, die Heimspiele zu gewinnen“, meinte der Spanier nach der Auslosung, der übrigens erstmals öffentlich auf Deutsch redete.

Ob sich personell am Salzburger Kader noch etwas verändern wird, werden die nächsten Tage zeigen. Einer, der mit Salzburg in Verbindung gebracht wurde, wird ganz sicher nicht in der Europa League für Österreichs Tabellenführer spielen. Der 20-jährige Bulgare Todor Nedelev wechselt für die nächsten drei Jahre zum deutschen Bundesliga-Klub Mainz.

Der KURIER präsentiert die drei Gegner ...

Standard Lüttich
Mit den Belgiern haben die Salzburger noch eine offene Rechnung. Im Februar 2010 kam gegen Lüttich in der Runde der letzten 32 der Europa League das Aus. In Belgien hatten die Salzburger eine 2:0-Führung verspielt. Das 2:3 konnte im Rückspiel nicht mehr aufgeholt werden. 26.500 Fans sahen ein fades 0:0. Standard 2010 hat aber wenig mit der Standard 2013 zu tun. Von damals ist nur Ivan de Camargo noch dabei, der Brasilianer mit belgischem Pass ist gerade erst aus der deutschen Bundesliga zurückgekehrt. Das neue Team ist mit jenem der Salzburger vergleichbar. Der 38-jährige israelische Trainer Guy Lozon setzt auf viele junge Spieler. Seine Bilanz ist sensationell. Seit seinem Amtsantritt wurden alle elf Pflichtspiele gewonnen.

Elfsborg
Schwedens Meister ist einer der Unbekannten in der Salzburg-Gruppe. Der Klub aus der südschwedischen Stadt Borås (67.000 Einwohner) scheiterte in der 3. Runde der Champions-League-Quali an Celtic (0:1 in Glasgow, 0:0 in Borås). Im Europa-League-Play-off wurde der dänischen Ex-Meister Nordsjaelland eliminiert – dank eines 1:0-Auswärtssieges nach einem 0:0 im Hinspiel. Trainer Jörgen Lennartsson führte den Klub im ersten Jahr gleich zum sechsten Meistertitel. 2013 läuft es nicht so gut: Elfsborg ist nach 21 Runden nur Sechster und hat 13 Punkte weniger als Tabellenführer Malmö FF.

Esbjerg
Dänemarks Cupsieger ist ebenfalls eine unbekannte Größte. Aber der Klub aus der westdänischen Küstenstadt (71.000 Einwohner) schaltete im Play-off immerhin St.-Etienne mit zwei Siegen (4:3, 1:0) aus. Trainer Niels Frederiksen ist erst seit Mai im Amt, er folgte auf Jess Thorup, der dänischer U-21-Teamchef geworden ist. Der Ex-Stürmer, der 1998 für Wacker Tirol spielte, hatte Esbjerg 2011 zurück in Dänemarks Topliga geführt.

Von A bis L

Gruppe A: Valencia, Swansea City, Kuban Krasnodar, St. Gallen

Gruppe B: PSV Eindhoven, Dinamo Zagreb, Chornomorets Odesa, Ludogorets

Gruppe C: Standard Lüttich, Red Bull Salzburg, Elfsborg, Esbjerg

Gruppe D: Rubin Kasan, Wigan Athletic, Maribor, Zulte Wagerem

Gruppe E: Fiorentina, Dnipro, Paços de Ferreira, Pandurii

Gruppe F: Bordeaux, APOEL, Eintracht Frankfurt, Maccabi Tel Aviv

Gruppe G: Dynamo Kiew, Genk, Rapid Wien, Thun

Gruppe H: FC Sevilla, Freiburg, Estoril, Slovan Lieberec

Gruppe I: Olympique Lyon, Betis Sevilla, Vitoria Setubal, Rijeka

Gruppe J: Lazio Rom, Trabzonspor, Legia Warschau, Apollon

Gruppe K: Tottenham Hotspur, Anschi Machatschkala, Sheriff Tiraspol, Tromsø

Gruppe L: AZ Alkmaar, PAOK Saloniki, Maccabi Haifa, Karagandy

Termine:
1. Runde: 19. September

2. Runde: 3. Oktober

3. Runde: 24. Oktober

4. Runde: 7. November

5. Runde: 28. November

6. Runde: 12. Dezember

Top Zwei jeder Gruppe gemeinsam mit den Gruppendritten der Champions League im Sechzehntel-Finale (Hinspiele am 20. Februar, Rückspiele am 27. Februar 2014)

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