Ermüdungsbruch: Zwangspause für Alaba

Ein verschwitzter Fußballspieler zieht an seinem roten Trikot.
Der Jungstar fällt bis zu acht Wochen aus. Sein Einsatz in der WM-Qualifikation gegen Deutschland wackelt.

David Alaba war der Aufsteiger der letzten Saison. Der 20-jährige Wiener hatte sich bei Bayern München als Linksverteidiger einen Stammplatz erobert. 47 Pflichtspiele bestritt der Wiener beim FC Bayern München in der vergangenen Saison. Österreichs Fußballer des Jahres wurde er 2011.

Jetzt gab es einen herben Rückschlag für den 19-fachen Teamspieler: Alaba zog sich beim 2:3 im Testspiel gegen SSC Napoli in Arco am Gardasee nach einem Schlag auf den linken Fuß einen Ermüdungsbruch zu und fehlt rund sechs bis acht Wochen. Das ergab eine erste Untersuchung am Samstagvormittag in München. Am Montag soll geklärt werden, ob die Verletzung konservativ behandelt wird oder eine Operation nötig ist.

Wie lange Alaba definitiv ausfallen wird, ist also noch nicht ganz geklärt. Ein Einsatz beim freundschaftlichen Länderspiel am 15. August gegen die Türkei in Wien ist aber unmöglich. Einer zum Auftakt in der WM-Qualifikation gegen Deutschland am 11. September im Wiener Ernst-Happel-Stadion wackelt.

Teamchef-Leiden

Klar, dass darüber auch Teamchef Marcel Koller nicht erfreut ist: "Davids Verletzung ist ein großer Schock für uns. Sollte er wirklich ausfallen, ist das sehr bitter, weil er für unser Spiel sehr wichtig ist", sagt der Schweizer.

Bitter ist die Verletzung auch für Alaba selbst. Trotz der vielen Auszeichnungen, die der Jungstar zuletzt erhalten hat, wäre es nach der Gelbsperre fürs Champions-League-Finale und der Niederlage in eben diesem gegen Chelsea der nächste Rückschlag für den Shooting-Star innerhalb kurzer Zeit.

Alaba sitzt damit am Sonntag auch nicht im Flieger nach China, wo sich die Bayern bis 27. Juli vorbereiten. Dort spielen die Münchner gegen Beijing und in Guang­zhou gegen Wolfsburg. Auch Alabas Kollege Rafinha wird in Fernost nicht dabei sein, auch der Brasilianer hat sich beim Test am Freitag verletzt und droht nach einem Bänderriss für den Saisonauftakt beim Cupspiel gegen Regensburg (20. August) auszufallen. Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm fliegen ebenfalls nicht nach China, sondern machen in München ein Aufbauprogramm.

Die Bundesliga-Saison startet für die Bayern am 25. August bei Aufsteiger Greuther Fürth.

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