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Sport Fußball
04/15/2019

Dritte Bilanz einer Trennung: Rapids Wunschspieler zeigt auf

Was fiel in der dritten Runde des Bundesliga-Play-offs positiv auf? Was blieb hingegen negativ in Erinnerung?

von Stephan Blumenschein

Der KURIER lässt auch die dritte Runde der Meister- und der Qualifikationsgruppe Revue passieren ...

+ Kalajdzics Gala: In der Wintertransferzeit verstanden viele nicht, warum die Admira den verletzungsanfälligen Stürmer trotz eines Angebots in siebenstelliger Höhe nicht zu Rapid ziehen ließ. Spätestens nach dem 3:1-Sieg bei Wacker Innsbruck sollte jedem der Grund klar sein: Sasa Kalajdzic ist so etwas wie die Nicht-Abstiegs-Versicherung der Südstädter. Erstmals schoss der 21-Jährige zwei Treffer in einem Bundesliga-Spiel, auch beim dritten Tor war er beteiligt.

+ Salzburger Heimstärke: Es ist schon bemerkenswert, wie erfolgreich der Serienmeister in der Red-Bull-Arena agiert. Das 3:1 gegen Sturm Graz war das 61. Heimspiel in Serie ohne Niederlage, in der Bundesliga sind es immerhin auch schon 41 ungeschlagene Partien. Unter Trainer Marco Rose sind die Salzburger zu Hause noch ohne Niederlage - und es wäre keine Überraschung, sollte der 42-Jährige Österreich im Sommer ohne eine einzige Heimpleite verlassen.

+ Rieglers Paraden: Der Torhüter des SKN St. Pölten war maßgeblich daran beteiligt, dass der LASK weiter Boden auf Tabellenführer Salzburg verloren hat. Mit unglaublichen Paraden hielt er das torlose Remis der Niederösterreicher in Pasching fest. Mitte Februar war es im Cup für Christoph Riegler noch nicht ganz so gut gelaufen. Da hatte der SKN-Keeper gegen die Linzer beim 0:6 noch sechs Mal hinter sich greifen müssen.

+ Pastoors Serie: Mit dem Trainerwechsel ist endlich die Konstanz in Altach eingekehrt. Unter dem Niederländer haben die Vorarlberger in der Qualifikationsgruppe noch kein Spiel verloren. Das 1:0 in Hartberg war der zweite Sieg, insgesamt wurden sieben Punkte von neun möglichen Punkten geholt. Der neue Trainer traut dem Frieden aber noch nicht. "Wir haben noch sieben Finalspiele im Kampf gegen den Abstieg", erklärte Alex Pastoor.

- Tiroler Heimschwäche: Die Zeiten, in denen der Innsbrucker Tivoli eine Festung war, sind schon lange vorbei. In dieser Saison läuft es zu Hause überhaupt nicht. Das 1:3 im Abstiegsgipfel gegen das bisherige Schlusslicht Admira war die vierte Heimniederlage in Serie. Den letzten Heimsieg gab es vor mehr als sechs Monaten (1:0 gegen Altach am 10. November 2018). Dass sich am Samstag nur mehr 2363 Zuschauer in das EM-Stadion von 2008 verirrten, darf bei dieser Bilanz nicht verwundern.

- Linzer Offensivspiel: Das unnötige Cup-Aus gegen Rapid hat beim LASK Spuren hinterlassen. Hatte beim 0:2 gegen Salzburg vor acht Tagen noch die Leistung gepasst, war dies am Sonntag beim 0:0 gegen St. Pölten im dritten Heimspiel in Folge nicht mehr so. Auffallend war die Einfallslosigkeit in der zweiten Hälfte gegen die durch einen Ausschluss personell in Unterzahl agierenden Niederösterreicher. "Wir haben zu viel in die Breite und zu viele Sicherheitspässe gespielt, zu viel Richtung Cornerfahne", urteilte Trainer Oliver Glasner.

- Hartberger Selbsteinschätzung: Beim Aufsteiger müssten nach elf sieglosen Bundesligaspielen und dem Absturz auf den vorletzten Platz längst die Alarmglocken läuten. Doch das dürften sie immer noch nicht tun. "Wenn du dir unseren Auftritt nach dem Ausschluss anschaust, dann war das unmenschlich. Man hat gesehen, die Mannschaft ist intakt. Wir werden aus der Krise wieder rauskommen", meinte Torhüter Rene Swete. Der Vorsprung auf den Abstiegsplatz beträgt übrigens nur mehr zwei Punkte.

- Edomwonyis Ausraster: Der große Torjäger war der Stürmer schon in seinen (erfolgreichen) zwei Zeiten bei Sturm Graz nicht, aber gerade einmal vier Saisontore sind für die Ansprüche an einen Einserstürmer bei der Austria einfach zu wenig. Beim 1:1 in Wolfsberg fiel der 24-Jährige auch besonders negativ durch eine Undiszipliniertheit auf, die  Robert Ibertsberger so richtig ärgerte. "Man darf als Spieler nicht so die Fassung verlieren, ganz egal ob es ein Foul war oder nicht“, meinte der Austria-Trainer zum Ausschluss des Nigerianers noch vor der Pause.