Werder taumelt dem Abgrund entgegen
Eine kurzfristigen Trainerwechsel schließt der taumelnde deutsche Klub der Österreicher Sebastian Prödl, Marko Arnautovic und Zlatko Junuzovic nach dem neunten Spiel ohne Sieg en suite zwar aus, doch die Krise verschärft sich nach dem 0:3 gegen Wolfsburg am Samstag weiter. Schaaf reagiert mit einer härteren Gangart und stellte sich sogar selbst infrage.
Eichin stärkt Schaaf
Am Sonntag sah sich Bremens Medien-Direktor Tino Polster genötigt, noch einmal zu versichern: "Nach meinem Kenntnisstand kann ich ausschließen, dass es heute und morgen eine Sitzung der Geschäftsführung geben wird."
Keine Amtsmüdigkeit
Dass Schaaf alles andere als amtsmüde ist, bekamen seine Spieler nach dem Debakel gegen Wolfsburg zu spüren. Wenige Minuten nach der Schmach rief der Coach sein Team in die Kabine, teilweise wurden die Profis aus Interviews heraus gerissen. "Der Trainer hat deutliche Worte gefunden", berichtete Kapitän Clemens Fritz über den wohl heftigen und energischen Auftritt Schaafs.
"Ich denke, dass sich die Art der Trainingsführung und die Art generell in dieser Woche sicherlich ändern wird. Da bin ich mir ganz sicher", kündigte Eichin nach der Sitzung an und behielt recht. Am Sonntag scheuchte Schaaf entgegen der sonstigen Gepflogenheiten den gesamten Kader bei Intervallläufen über den Platz. Zudem wurde der sonst trainingsfreie Montag gestrichen.
Noch haben die Hanseaten fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge, doch die Art und Weise, wie der frühere Champions-League-Dauergast mittlerweile auftritt, vergrößert die Angst vor dem ersten Bundesliga-Abstieg seit 1980. Er mache sich sehr wohl Sorgen um den Klassenverbleib, räumte Eichin ein: "Wenn man das Spiel heute sieht und die erste Halbzeit sieht, ja."
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