Sport | Fußball
05.07.2018

Der violette Feinschliff für die glanzvollen Tage

Die Spieler der Wiener Austria schwitzen im Trainingslager in Kärnten, die Bauarbeiter in der Generali-Arena.

Die Austria fährt dieser Tage zweigleisig. Sportlich bereitet sich die Mannschaft aktuell in Seeboden in Kärnten auf die kommende Saison vor, nur drei Spieler blieben dem Trainingslager fern. Martschinko wird abermals am Knie operiert, Sax laboriert an Leistenproblemen und Demaku wurden Nervenenden verödet. Ansonsten steht Trainer Thomas Letsch der gesamte Kader zur Verfügung, vor allem die Neuzugänge sollen so rasch wie möglich integriert werden. Der Trainer freut sich über das aktuelle Schaulaufen: „Es geht jetzt für jeden einzelnen Spieler darum, sich zu präsentieren. Wir haben einen sehr ausgeglichenen Kader, der uns sehr viele Möglichkeiten bietet. Daraus ergibt sich eine extreme Konkurrenzsituation.“

Ausgelastet

Die Zeit drängt, nicht nur in Hinblick auf den Saisonstart, sondern auch auf die Eröffnung der neuen Generali-Arena mit dem Spiel gegen Dortmund (13. Juli). Noch wird ein wenig geschraubt und gehämmert, vor allem auf der Südtribüne. Austrias Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer freut sich unterdessen über den bestens anlaufenden Abo-Verkauf: „Wir haben schon mehr als 5000 abgesetzt, so viele wie noch nie zu diesem frühen Zeitpunkt.“ Die VIPs geben sich bei der Austria auch in der neuen Arena die Türschnallen der Logen (werden nur an Matchtagen vergeben) und Sky-Boxen in die Hand, alle Räumlichkeiten sind für die nächsten drei bis zehn Jahre an den Fan gebracht. „Zudem haben wir beim Business-VIP-Klub eine Auslastung von 95 Prozent“, weiß Kraetschmer.

Ambitioniert

Die Austria gibt sich beim angestrebten Zuschauerschnitt mit einem Dreistufenplan durchaus ambitioniert. „Wir streben die Marke von 10.000 an, im dritten Jahr dann 11.000 und auf Sicht 12.000“, rechnet der violette AG-Vorstand vor. Was ihn neben dem Abo-Rekord so optimistisch stimmt? „Unter den Austria-Fans gibt es traditionell viele Spätentschlossene.“

Während die Austria auf dem Spieler-Sektor die angestrebten Transfers schon getätigt hat, schaut man sich bezüglich eines großen Sponsors noch um, wie Kraetschmer bestätigt. Konkrete Namen wie Gasprom oder BWT (Sponsor in der Formel 1 bei Force India) möchte er wie gewohnt nicht kommentieren. Auch Investoren sind willkommen, mit bis zu 24,9 Prozent Anteil an der AG.