Volles Haus: Rapid war bei den Fans mit Abstand die Nr. 1

© DIENER / Guenter R. Artinger

Sport Fußball
04/02/2020

Rapidler üben sich im Verzicht: Mehr als ein Drittel Einsparung

Neben der Kurzarbeit gibt es bei Rapid wegen Corona auch einen Gehaltsverzicht, dem alle Profis und Trainer zugestimmt haben.

von Alexander Huber

Bei Rapid wird im Kollektiv gespart. Nachdem bereits alle 165 Vollzeitmitarbeiter zur Kurzarbeit angemeldet wurden, machen Spieler und Trainer einen weiteren Schritt: Der gesamte Profikader und das dazu gehörige Trainerteam verzichtet auf Gehalt. Insgesamt belaufen sich die Einsparungen auf mehr als ein Drittel der monatlichen Kosten für die Profiabteilung.

In der Aussendung heißt es: "Nach finaler Abklärung aller juristischen Fragen und der Abstimmung mit allen Beteiligten kann der SK Rapid bekannt geben, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von der Profimannschaft und dem Trainerteam bis hin zur operativen Führung, durch Gehaltsverzicht einen wichtigen Teil dazu beitragen, dass der SK Rapid diese Krise bestmöglich überstehen wird." So wie die beiden Geschäftsführer Christoph Peschek und Zoran Barisic werden alle im Profi-Bereich "ab sofort auf über ein Drittel ihres gewohnten Gehaltes verzichten".

Organisator Schwab

Organisiert hat den Gehaltsverzicht nach Gesprächen mit den beiden Geschäftsführern der Kapitän: Stefan Schwab sprach, unterstützt vom Mannschaftsrat, mit seinen Kollegen. Alle stimmten zu, das Trainerteam hatte bereits vergangene Woche grünes Licht gegeben.

"Dass nun jeder einzelne Spieler ohne Ausnahme mit dabei ist, macht mich stolz und beweist, dass wir ein starkes Team mit gutem Charakter sind", betont Schwab in einem Video auf der Rapid-Homepage. 

„Wir sind vom Zusammenhalt innerhalb unseres Vereins begeistert, das gibt viel Mut und Kraft, diese herausfordernde Zeit zu meistern", erklären die Geschäftsführer Barisic und Peschek.

Trotzdem müssen die Hütteldorfer hoffen, dass die Saison noch fortgesetzt werden kann. Derzeit fließen fast keine Einnahmen und bei einem Saisonabbruch würde der Schaden bis zu sechs Millionen Euro ausmachen.

Abgesagtes Plus

Bei der Präsentation des Geschäftsberichtes 2019/2020 im November 2019 hatte der damalige Finanzchef Raphael Landthaler garantiert, dass das neue Geschäftsjahr "auch ohne Europacup ebenfalls mit einem Gewinn abgeschlossen werden wird". Weil dennoch Gerüchte von Finanzproblemen unabhängig von Corona kursieren, betont Peschek erneut: "Ohne Corona-Krise hätten wir das laufende Geschäftsjahr garantiert mit einem positiven Jahresergebnis abgeschlossen."

Seit Sportminister Kogler ausgeschlossen hat, dass bis Sommer Fußball mit Fans gespielt werden könnte, geht es freilich nur noch darum, das Minus so klein wie möglich zu halten.

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